Von Privat auf Anklagebank: Christian Olearius, einer der Inhaber des Hamburger Feinfinanzinstituts MMWarburg, muss sich wegen schwerer Steuerhinterziehung vor Gericht verantworten. Das berichtet die „Süddeutsche Zeitung“.
Die Staatsanwaltschaft Köln hat gegen den Banker Anklage wegen schwerer Steuerhinterziehung in mehreren Fällen erhoben. Dabei handelt es sich um sogenannte Cum-Ex-Geschäfte zwischen 2007 und 2011, die den Finanzbehörden nach Angaben von Ermittlern einen Steuerschaden von mehr als 100 Millionen Euro verursacht haben. Aufgrund dieser Vereinbarungen gab es bereits einen Rechtsstreit mit dem Ergebnis, dass die Warburg-Bank im Jahr 2020 mehr als 100 Millionen Euro an das Finanzamt zurückzahlen musste.
Cum-Ex: Warburg-Banker Olearius wird angeklagt
Olearius hat in der Vergangenheit stets behauptet, nicht an rechtswidrigen Vereinbarungen wie bspw. Auch seinen Anwalt bestritt gegenüber der „Süddeutschen Zeitung“ den Steuerschaden: „Alle Steuerforderungen sind geklärt, inklusive Zinsen. Die beiden Großaktionäre haben das aus ihrem Vermögen finanziert.“ Und laut dem Bericht stellt die Warburg Bank fest: “Die steuerliche Bewertung der Com-Ex-Transaktionen der Warburg-Gruppe hat sich als falsch erwiesen.”
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Auch für den heutigen Hamburger Kanzler und Alt-Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) könnte es unangenehm werden, wenn es zu einer Wiedervereinigung von Com-Ex-Vereinbarungen kommt. Ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss zur Staatsbürgerschaft prüft noch, ob Olearius seine Kontakte zu Scholz genutzt hat, um das Finanzamt zum Verzicht auf Steuerforderungen zu bewegen. (mp)