Aktualisiert: 06.07.2022 – 15:23
Selbstentnahmetest Neuer Test zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs
Foto: Getty Images / megaflopp
Früherkennung ist wichtig bei Gebärmutterhalskrebs. Nun soll ein neuer Test dies vereinfachen.
Ein kürzlich in Europa zugelassener Selbsttest soll die Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs verbessern. Denn trotz Impfung und Vorsorgeuntersuchung erkranken allein in Deutschland mehr als 4.300 Frauen an der gefährlichen Krebsart.
Gebärmutterhalskrebs ist eine der häufigsten Krebsarten bei Frauen. Teil der gynäkologischen Untersuchung ist daher der Pap-Test im Muttermund, der auch mögliche Veränderungen durch humane Papillomviren erkennt. Ein neuer automatischer Test soll die Früherkennung weiter vereinfachen.
Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs: neuer Test
Gebärmutterhalskrebs, medizinisch Zervixkarzinom genannt, ist eine gefährliche Krebsart, die zur Bildung von Tumoren in der unteren Gebärmutter führt. Zuvor gibt es Gewebeveränderungen am Muttermund, dem Austritt des Muttermundes in die Scheide. Diese Krebsvorstufen können durch gynäkologische Vorsorgeuntersuchungen erkannt werden. Auch ein Impfstoff gegen das HPV-Virus ist seit einigen Jahren verfügbar. Allerdings sterben in Deutschland jedes Jahr mehr als 4.300 und etwa 1.600 Frauen an Gebärmutterhalskrebs.
Ein kürzlich in Europa zugelassener Selbsttest des Pharmakonzerns Roche soll vor allem drei Vorteile bieten:
- Patienten können unter Anleitung von geschultem Personal selbst Proben entnehmen
- kleinere Probenmengen sind ausreichend
- schnellere Ergebnisse
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So können Frauen auch außerhalb der von den Krankenkassen bezahlten Untersuchungen auf mögliche Veränderungen getestet werden.
Humane Papillomviren verursachen Gebärmutterhalskrebs
Im Rahmen der gynäkologischen Vorsorgeuntersuchung werden Frauen ab 35 Jahren alle drei Jahre auf das Humane Papillomavirus (HPV) untersucht, Frauen zwischen 20 und 34 Jahren wird der Test jährlich angeboten. Eine frühere Infektion mit diesen Viren ist die häufigste Ursache für Gebärmutterhalskrebs, der durch Geschlechtsverkehr oder Hautkontakt im Genitalbereich übertragen wird. Viren infizieren die Haut und Zellen der Schleimhäute. Die meisten Frauen infizieren sich im Alter zwischen 20 und 30 Jahren, aber auch Männer können sich mit dem HP-Virus anstecken und es übertragen. Daher wird die HPV-Impfung auch für Kinder empfohlen.
Impfung zum Schutz vor Gebärmutterhalskrebs
Die HPV-Impfung, die vor Gebärmutterhalskrebs schützen kann, gibt es seit einigen Jahren für Mädchen und Jungen ab 9 Jahren. Zwischen 9 und 14 Jahren werden zwei Impfungen verabreicht. Ab dem 15. Lebensjahr sind drei Impfungen erforderlich. Die Impfung beugt einer Infektion mit humanen Papillomaviren vor und bekämpft die beiden häufigsten Typen von Hochrisiko-HPV, HPV 16 und HPV 18. Dadurch wird das Risiko, an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken, verringert.
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Quellen: focus.de, krebsgesellschaft.de, krebsdaten.de, aerztezeitung.de
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