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Im Wettskandal um die Regionalliga Ost sind drei weitere Spieler, die bei burgenländischen Klubs gemeldet sind, vom ÖFB für ein Jahr gesperrt worden. Zudem wurde ein Vereinspräsident und Vizepräsident des Burgenländischen Fußballverbandes (BFV) für acht Wochen gesperrt, davon vier bedingt.
06.07.2022 16.52
Online ab heute, 16:52
Konkret ist er Präsident des ASV Draßburg (Bezirk Mattersburg). Im Oktober 2021, bevor der Wettskandal ausbrach, bemerkte er Probleme mit seinem Team.
Gerüchte lösen Anschuldigungen aus
“Nach einem Spiel wurden Beschwerden zwischen den Spielern ausgetauscht. Es hätte Absprachen gegeben. Mein Mandant hat aus verschiedenen Quellen davon erfahren und versucht, diesen Gerüchten in ihrer Funktion nachzugehen. Am Ende konnte er jedoch nicht feststellen, dass an den Gerüchten etwas Wahres dran war. Und das ist bisher nicht geklärt“, sagte Präsidentschaftsanwalt David Jodlbauer.
Fall nicht weitergeleitet
Da es sich nur um Gerüchte handelte, verwies der Präsident den Fall nicht an den ÖFB. Sein Anwalt betonte, er wolle keine unnötigen Unannehmlichkeiten verursachen. „Außerdem dachte mein Mandant, der ÖFB hat keine andere Wahl als ich. Wenn ich nichts herausfinde, wird der ÖFB wahrscheinlich auch nichts herausfinden oder unternehmen“, sagte der Anwalt.
Keine Rückkehr als Vizepräsident
Der Klubpräsident ist der Untersuchungspflicht nicht nachgekommen, weshalb er nun vom ÖFB für acht Wochen, vier davon bedingt, für seine Aufgaben gesperrt wurde. Ob er weiterhin Präsident des ASV Draßburg bleibt, ist noch offen. Seine Funktion als Vizepräsident des Burgenländischen Fußballverbandes wird er definitiv einstellen.
„Von unserer Seite ist ganz klar, dass er dieses Amt des Vizepräsidenten nicht mehr ausüben kann“, sagte BFV-Präsident Günter Benkö. Laut seinem Anwalt versteht der suspendierte Präsident das Urteil nicht ganz, akzeptiert es aber und wird keinen Protest einlegen.