Jetzt fix: So geht es mit der umstrittenen Lueger-Statue weiter

Die Entscheidung für „Lueger temporär“ von Nicole Six und Paul Petritsch wurde von Conny Offergeld, der künstlerischen Leiterin von KÖR, und ihrem Beirat nach Rücksprache mit Kaup-Hasler getroffen. Und sie eröffnet ein weites Feld, das bisher niemand betreten wollte: die umfassende Hommage an Lueger.

15 Objekte mit Bezug zu Lueger

Zunächst dachte die Stadtverwaltung, dass die Umbenennung des Dr.-Karl-Lueger-Rings in Universitätsring vor genau einem Jahrzehnt gereicht hätte. Aber Nicole Six und Paul Petritsch, er leitet den Fachbereich Ortsbezogene Kunst an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften, haben all jene Orte, Objekte und Denkmäler untersucht, die in direktem Zusammenhang mit Lueger stehen. Sie erreichten insgesamt 15, darunter den Lueger-Hof, den beleuchteten Obelisken des Mariahilfer-Gürtels, das Tor des Zentralfriedhofs und die Karl-Lueger-Gedächtniskirche (mit den Gebeine des ehemaligen Bürgermeisters). Es gibt ein geprägtes Porträt in der Schule Haiizingergasse, ein Mahnmal im Lainzer Pflegeheim, eine Büste im Cobenzl und so weiter.

Kostenpunkt: 100.000 Euro

Nach Plänen von Six und Petritsch wird nun am Karl-Lueger-Platz direkt vor dem Lueger-Denkmal eine Art riesige hölzerne Pergola (12,8 Meter hoch, 5 Meter breit und 25 Meter lang) errichtet. Die „Scherenschnitte“ von Luegers 15 Orten müssen in diesem Rahmen im Originalmaßstab, teilweise aber nur als Ausschnitt, unterstützt werden. Unter den 15 Grundrissen können Sie auch das Lueger-Denkmal entdecken; es wirft sozusagen einen dunklen Schatten. Für die Realisierung stehen 100.000 Euro zur Verfügung. Der genaue Fertigstellungstermin hängt vom positiven Abschluss des Bauantrags ab. Bieten Sie Geldhoffnungen für Anfang Oktober an. Klar ist, dass es eine Erklärung der Kontextualisierung geben wird. Und dass die Debatte um die Namensänderung des Platzes weitergeht.

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