Ungeklärte Todesfälle in Deutschland: Drei Leichen, drei Rätsel

Ein kleines Kind und zwei Frauen wurden tot aufgefunden: im Fluss, im Wald, im Gebüsch.

Wie sind alle drei gestorben, warum mussten sie sterben? Ihr Tod ist ein trauriges Geheimnis. BILD am SONNTAG dokumentiert, was bisher bekannt ist.

Katrin J. starb wenige Meter von ihrem Haus entfernt, warum?

Katrin J. (†41) Foto: Polizei

Der Tod von Katrin J. (†41) aus Essen (NRW) ist äußerst mysteriös: Die Mutter eines Kindes (13) wurde zwei Wochen lang vermisst. Seine Leiche wurde dann wenige Meter von seinem Haus entfernt in einem Gebüsch gefunden.

Der mysteriöse Tod:

Katrin J. kehrte am Abend des 11. Mai nicht nach Hause zurück. Laut Polizei wurde sie zuletzt um 19.30 Uhr in Essen-Kupferdreh auf einem Mietboot nahe der Kampmannbrücke gesehen.

Die Polizei durchsuchte sie mit einem Großaufgebot, mit Helikopter, Spürhunden, Tauchern, vergeblich.

In diesem Busch wurde die Leiche von Katrin J. gefunden Foto: Justin Brosch

Am vergangenen Mittwochabend wurde die Leiche einer Frau gefunden. Wenig später kam die traurige Nachricht: Katrin J. ist tot.

Ihre Schwester schrieb auf Facebook: „Leider haben wir jetzt die Gewissheit, dass unsere liebe Schwester, liebe Tante, liebevolle Mutter und wundervolle Tochter nicht zurückkehren wird …“

Kriminaltechniker in weißer Schutzkleidung arbeiteten die ganze Nacht an der Fundstelle der Leiche. Die Ermittler befragten die Lebensgefährtin von Katrin J. Es ist jedoch unklar, wie sie starb.

Jetzt muss Ihr Körper obduziert werden, vielleicht gibt Ihnen das Klarheit.

Ein totes Kind schwimmt auf der Donau: Warum vermisst ihn niemand?

Die Kripo im bayerischen Ingolstadt steht vor einem Rätsel: Ein Kind im Kindergartenalter trieb tot auf der Donau. Aber niemand kennt ihn, niemand sucht ihn.

Der Fall: Am 19. Mai entdeckte ein Kanufahrer in der Nähe der Talsperre Vohburg eine in Plastik eingewickelte Leiche. Er brachte sie mit seinem Ruder an Land und rief dann die Polizei.

Rechtsmediziner stellen nach Informationen von BILD am SONNTAG fest: Das tote Kind ist zwischen vier und sechs Jahre alt, hat keine Schuss- oder Stichverletzungen: Es war längere Zeit im Wasser.

Aber wie lange? Wo wurde er in den Fluss geworfen? Wurde er erdrosselt oder vielleicht vergiftet? Und vor allem: für wen? Alles völlig unklar!

Polizeieinsatz Donau: Ermittler suchen nach weiteren Hinweisen zur Klärung der Identität des toten Kindes Foto: Friedrich / dpa

Die Kripo vergleicht den Fall des Kindes nun mit 16 weiteren Fällen gleichaltriger vermisster bayerischer Kinder. Die Toten könnten aber auch aus Baden-Württemberg stammen.

Denn es wäre möglich, dass sein in Folie gewickelter Leichnam Hunderte von Kilometern entfernt durch mehrere Schluchten gespült wird.

Forscher suchen bereits nach weiteren Hinweisen im Fluss. Sie benutzten ein Sonargerät, sie wollten Objekte auf dem Boden visualisieren, die mit dem Kind in Verbindung stehen.

Aber sie konnten nichts sehen, weil das Wetter zu schlecht und die Strömung zu stark war. Versuchen Sie es morgen erneut.

Foto: BILD

Hat Natalia S. sie kurz vor ihrem Tod als Mörderin bezeichnet?

Ein Stück Wald im ruhigen Wolfgangsee in Coburg (Bayern). Anwohner gehen hier gerne spazieren, doch seit ein paar Tagen ist alles anders. Die Polizei hat eine Leiche im Wald gefunden!

Das ist Natalia S. (†28) – die braunäugige Frau, die seit Tagen vermisst wird. Wie er starb? Wer war schuld? Und warum?

Natalia S. (†28) wurde ermordet: Warum noch immer ein Rätsel Bild: Polizei Oberfranken

Was bisher bekannt ist: Die Neurologin hatte am 11. Mai ein langes Telefonat mit ihrem Bruder Krystian (25). „Wir haben Witze gemacht, wir haben über seinen neuen Job geredet“, sagte er zu BILD am SONNTAG.

„Dann bekam sie einen weiteren Anruf, legte auf, rief mich später an und sagte: ‚Jetzt muss ich gehen.‘ Das war das letzte Mal, dass ich mit ihr gesprochen habe.

Einen Tag nach diesem Anruf wurde Natalias Auto am Wolfgangsee gefunden. Doch seitdem fehlt von dem Polen jede Spur. Seine Familie meldete sein Verschwinden. Die Polizei durchsuchte sie mit Tauchern, Spürhunden und einem Hubschrauber.

Polizeieinsatz im Wald von Coburg (Bayern): Hier wurde die Vermisste gefunden – totBild: News5

Dann, am vergangenen Montag, fanden Ermittler ihre Leiche – wenig später nahmen sie einen Mann (29 Jahre alt) fest, mit dem sie befreundet war. Sie soll die Landsfrau gewesen sein, mit der sie kurz vor ihrem Verschwinden telefoniert hatte.

Er ist festgenommen, wegen Totschlags angeklagt. Über sein Motiv ist nichts bekannt. Sein Anwalt wollte sich auf Anfrage von BILD am SONNTAG nicht äußern.

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