Elon Musk schließt den Deal zum Kauf von Twitter aus

Musk versucht seit Mitte Mai, die angeblich falschen Schätzungen von Twitter über die Zahl der Spam- und Fake-Accounts zu entkräften. Daher hat sie den Kaufvertrag bereits für suspendiert erklärt. Musks Anwälte sagten, Twitter habe Musk und seinen Beratern fast zwei Monate lang nicht die Daten zur Verfügung gestellt, die sie brauchten, um die falschen Informationen des Kontos zu überprüfen. Sie bezeichnen es als so schwerwiegenden Vertragsbruch, dass der Kaufvertrag gekündigt werden könnte.

Doch Musk sollte nicht so einfach abheben: Es droht ein langer Rechtsstreit. Er und Twitter haben sich auf eine Geldstrafe von 1 Milliarde US-Dollar geeinigt, falls eine der Parteien aus dem Deal aussteigt. Doch wenn Twitter auf dem Antrag besteht, dürfte es für Musk juristisch noch schwierig werden. Das Unternehmen hatte mehrfach betont, die Vereinbarung durchsetzen zu wollen.

Das Gesamtvolumen des Projekts hätte rund 44 Milliarden Dollar (43,22 Milliarden Euro) betragen. Musk bot den Aktionären 54,20 Dollar je Aktie. Das wäre ein gutes Geschäft für sie: Schon vor Musks Ankündigung am Freitag kostete die Zeitung nur 36,81 Dollar US-Handel. Nach der Ankündigung fielen die Twitter-Aktien außerhalb der Geschäftszeiten um mehr als 6 Prozent. Beobachter hatten spekuliert, Musk sei angesichts des Preisunterschieds nicht mehr bereit, an dem ursprünglichen Angebot festzuhalten.

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