Dies ist die Situation an Ihrem Urlaubsort

Restaurant auf Mykonos: Covid-Infektionen haben sich zuletzt auf Touristenorte in Griechenland ausgebreitet. (Archiv)

Bild: Getty Images

Die neuen Untervarianten von Omicron heizen das Infektionsgeschehen in Europa an, Maßnahmen wurden jedoch weitgehend verworfen, und zwar pünktlich zum Urlaubsbeginn. Dies ist die Situation in ausgewählten Urlaubsdestinationen.

Die Sommerwelle hält die meisten europäischen Länder fest in ihren Händen. Gleichzeitig wurden die Maßnahmen an vielen Touristenorten pünktlich während der Reise aufgehoben. Wie sieht es in den wichtigsten europäischen Reisezielen aus? Und welche Vorschriften sind zu beachten?

Das sollten Sie über Ihr Urlaubsziel in Europa wissen:

Italien: Hier wurden fast alle Kronenbeschränkungen aufgehoben, das Anmeldeformular ist nicht mehr erforderlich. Für den Zutritt zu Hotels, Restaurants, Bars, Diskotheken, Museen oder Behörden sind keine Impf- oder Genesungsbescheinigungen mehr erforderlich. In Einrichtungen des Gesundheitswesens, also insbesondere in Krankenhäusern, muss das EU-Zertifikat noch vorgelegt werden. Masken sollten nur in öffentlichen Bussen, U-Bahnen und Zügen getragen werden.

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30.06.2022

Die Inzidenz ist hier zuletzt deutlich gestiegen und hat 1.000 Fälle pro 100.000 Einwohner überschritten. Wer in Italien mit Covid infiziert ist, soll isoliert werden: zehn Tage ungeimpft, sieben Tage verstärkt. Aus der Isolation kommt man erst nach einem negativen Test heraus.

Spanien: In dem beliebten Urlaubsland war das Virus zuletzt kaum ein Problem. Die Inzidenz ist mit knapp über 300 (300 Fälle pro 100.000 Einwohner) relativ gering, die Zahl der Neuinfektionen stieg aber wieder so stark an, dass der Gesundheitsminister des Landes das Tragen von Masken in geschlossenen Räumen empfahl. Ansonsten gilt die Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln nur für Personen ab sechs Jahren.

Ansonsten besteht für die Ein- und Ausreise in EU-Staaten und den Schengen-Raum keine Kronenpflicht mehr. Auch Infizierte sollen nicht mehr getestet werden, sie sollen die Infektion nicht melden oder sich in Selbstisolation begeben. Die alten Schutzregeln gelten nur für Menschen mit Erkrankungen ab 60 Jahren.

Portugal: Hier brach die BA.5-Welle aus und verursachte Spitzen von bis zu 30.000 Infektionen am Tag. Zuletzt wurden „nur“ noch 10.000 Infektionen pro Tag registriert. Gleichzeitig wurden die Regeln für die Einreise auf das Festland flexibler gestaltet. Impftests sind nicht mehr erforderlich, aber Masken sind in öffentlichen Verkehrsmitteln und Gesundheitszentren immer noch obligatorisch. Im Falle einer Infektion gilt eine fünftägige Isolationspflicht. Auf den Azoren und Madeira gibt es zum Teil unterschiedliche und strengere Kronenregelungen für das Betreten und Besuchen von Veranstaltungen oder Restaurants.

Griechenland: Die zu Beginn der Reisesaison Anfang Juni ergriffenen Maßnahmen wurden hier weitgehend abgeschafft. Mittlerweile steigen die Infektionszahlen aber wieder, vor allem bei den Jüngsten und an touristischen Orten liegt die Inzidenz aktuell bei rund 1.100.

Allerdings gibt es im Land keine Maskenpflicht mehr, Ausnahmen gibt es in öffentlichen Verkehrsmitteln, Taxis, Fährinnenräumen und Krankenhäusern. Touristen müssen bei der Einreise keinen Impfnachweis mehr vorzeigen. Wer sich infiziert, sollte für mindestens fünf Tage isoliert werden. Die Maßnahmen werden spätestens Mitte September erneut besprochen. Auch die Wiedereinführung einer Maskenpflicht wird diskutiert.

Türkei: Seit Ende Juni sind die Fallzahlen in der Türkei wieder gestiegen. Allerdings liegt die Inzidenz mit knapp 100 auf niedrigem Niveau. Allerdings wird auch hier von einer hohen Dunkelziffer ausgegangen. Alle Einreisemaßnahmen in das Land wurden Anfang Juni aufgehoben, was bedeutet, dass keine Impftests oder PCR-Tests erforderlich sind. Auch eine generelle Maskenpflicht besteht nicht mehr.

An Flughäfen können jedoch stichprobenartige Fiebermessungen vorgenommen werden, die zu weiteren Untersuchungen führen können. Auch Personen, die positiv getestet wurden, sollten sieben Tage lang isoliert werden.

Frankreich: Hier steigen die Fallzahlen massiv an: Zuletzt wurde eine hohe Inzidenz von fast 1.300 erreicht. Bisher gab es jedoch keine ernsthafte Diskussion über die Wiedereinführung von Schutzmaßnahmen. Für den Besuch von Veranstaltungen oder Restaurants wird in Deutschland der lange vorgeschriebene digitale Impfpass nicht mehr benötigt. Die Maskenpflicht, auch in öffentlichen Verkehrsmitteln, wurde aufgehoben.

Bei der Einreise in das Land gilt die 3G-Verordnung für alle Personen über zwölf Jahren. Daher muss jeder, der nicht geimpft wurde, einen gültigen negativen Test nachweisen können. Personen, die mit dem Flugzeug anreisen, müssen außerdem ein Passagierformular ausfüllen. Menschen, die im Urlaub in Frankreich an Covid erkrankt sind, sollen fünf Tage lang isoliert werden.

Österreich: Bei weiterhin stark steigenden Fallzahlen wurden hier am 8. Juli 10.024 Neuinfektionen registriert, die Inzidenz stieg auf 771. Allerdings gibt es weiterhin keine Kronenbeschränkungen oder Maskenpflicht, außer in Wien, wo Mund und Nase getragen werden müssen noch fortfahren. mit öffentlichen Verkehrsmitteln abgedeckt werden. Für die Einreise nach Österreich ist der Kronentest nicht erforderlich.

Deutschland: Die Inzidenz hier steigt stetig und lag am 8. Juli bei 699,5. Mitte Juni wurden die Covid-19-Einreisebeschränkungen aufgehoben. Auch bundesweit wurden die Zugangsbeschränkungen zu Geschäften und Gaststätten aufgehoben, wobei es in den Bundesländern unterschiedliche Regelungen geben kann. Auch in öffentlichen Verkehrsmitteln, Flugzeugen und Gesundheitszentren gilt eine Maskenpflicht. Wer sich in Deutschland mit Covid infiziert, soll normalerweise für fünf Tage isoliert werden.

Worauf sollten Sie sonst noch achten?

Wer während einer Pandemie reist, sollte Impfausweise oder Dokumente über eine frühere Infektion dabei haben. Denken Sie auch daran, rechtzeitig Verstärkung zu holen. Bei nur zwei Impfungen erlischt der Impfschutz in der Europäischen Union nach neun Monaten, nach überstandener Infektion nach 180 Tagen. Ein zweiter Booster ist nun auch in der Schweiz erhältlich. Dafür müssen Sie allerdings rund 60 Franken aus der eigenen Tasche bezahlen.

Wann sollten Sie am Flughafen sein?

Infolge der Corona-Pandemie kommt es bei Fluggesellschaften und Flughäfen zu einem erheblichen Personalmangel. Deshalb sollten sich Flugreisende, um ihr Ziel zu erreichen, rechtzeitig informieren, ob ihre Flüge stattfinden und auch, wie die Wartezeiten an den Flughäfen sind.

Oliver Howald, Krisenmanager von Kuoni, sagte gegenüber dem «Tages-Anzeiger» die Empfehlung, am Vorabend nachzuschauen, wenn man früh morgens will, und sich vorher im Web zu informieren.

Es wird auch empfohlen, etwas früher als gewöhnlich am Flughafen Zürich anzukommen. Statt der üblichen 90 Minuten vor einem Europaflug wird den Kunden derzeit empfohlen, einen Puffer von zwei Stunden einzuplanen. Für den Rückflug in die Schweiz sollte man wohl noch länger einplanen. Für viele europäische Flughäfen empfehlen Experten derzeit, drei Stunden vor Abflug dort zu sein.

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Hinweis: Die Corona-Situation ist sehr dynamisch und Informationen können sich schnell ändern. Vor Reiseantritt sollten Sie sich immer direkt am Zielort über die aktuelle Situation informieren. Mit dpa-Material

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