Krone: Laura Wienroither scheitert im EM-Kampf gegen Nordirland

Die österreichische Fußball-Frauenmannschaft muss im zweiten Spiel der European Group of England am Montag (18 Uhr) gegen Nordirland auf Laura Wienroither verzichten.

Der Rechtsverteidiger wurde positiv auf das Corona-Virus getestet, wie der ÖFB am Samstagnachmittag mitteilte. Der Arsenal-Legionär zeigte leichte Symptome und wurde sofort isoliert. Es ist bereits der zweite Kronenfall im Team nach dem von Stürmerin Lisa Kolb, die gar nicht gekommen ist.


Unvorhersehbare Rückkehr


Zudem war vor Beginn des Turniers auch Reinhard Wögerbauer, Physiotherapeut beim ÖFB, positiv getestet worden. „Wir wussten, dass es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen passieren kann, wir haben es einfach nicht im Griff“, sagte ÖFB-Teamchefin Irene Fuhrmann. Scheitern ist bitter. „Laura hat sehr konstant agiert, wir konnten uns immer auf sie verlassen“, erinnerte sich der 41-Jährige aus Wien. Ob und wann Wienroither wieder aktiv werden kann, lässt sich nicht abschätzen.

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Schiechtl könnte eingreifen


Das Crown-Problem unterbricht erneut die Vorbereitung auf ein EM-Spiel. Gut für Fuhrmann ist, dass im Vergleich zu 2017, wo sich die Top-Elf aufgestellt hatte, auf allen Positionen starke Konkurrenz herrscht. „Wir haben auch andere Möglichkeiten und einen breiten Stab“, sagte der ÖFB-Coach. Statt Wienroither hat Katharina Schiechtl wohl die besten Aussichten der Startelf.


Sie war vom großen ÖFB-Aufsteiger Wienroither rausgeschmissen worden. Stunden bevor das Crown-Ergebnis seines Kollegen bekannt wurde, hatte er bei der Medienveranstaltung im Pennyhill Park Hotel davon gesprochen, dass er kein Problem mit der Rolle des Reservisten habe. Nun könnte er, wie schon bei der Premiere der Euro 2017 in den Niederlanden, sehr schnell wieder in die Hauptrolle zurückkehren, was einmal mehr zeigt, wie schnell es im Fußball gehen kann.

Schnitt als Vorteil: „Erhebe deinen Schädel“


Gerade gegen die Nordiren könnte Schiechtls Spielertyp gefragt sein, denn der 29-Jährige zeichnet sich vor allem durch Robustheit und Ballstärke aus. Würde der Spielstand angepasst, wäre das auch im Angriff ein Problem. „Es gab schon Spiele in Bremen, wo der Trainer gesagt hat: ‚Mach weiter und halte den Kopf offen. Aufgrund meiner Größe und Stärke am Ball kann das eine bewährte Methode sein“, sagte der Verteidiger, der auch für seine weiten Würfe bekannt ist.

Festsänger in Formation möglich


Es gibt auch Spieler in der Innenverteidigung und im Mittelfeld. Daher wäre es gerade gegen den EM-Debütanten nicht verwunderlich, dass es im Vergleich zum anfänglichen 0:1 gegen England zu weiteren Veränderungen kommen würde. Eine, die betroffen sein könnte, ist Laura Feiersinger. Der Frankfurter Legionär spielte nach langer Zeit den größten Teil der Saison im Old Trafford Stadium. „Das war gut. Ich finde es immer angenehmer, mehr Spielzeit zu haben, je besser man sich darauf einlässt. Ich fände es schön, wenn ich alle drei Spiele in der Gruppe bestreiten könnte“, sagte der 29-Jährige .

Billa: Das Team ist das erste für alle


In letzter Zeit war sie ein etwas problematisches Kind, was Verletzungen betrifft, ebenso wie Kapitänin Viktoria Schnaderbeck, für die es ebenfalls wichtig ist, genau zu überlegen, ob eine Pause nicht besser wäre. Die Leitung übernimmt Nicole Billa. Aber er spürt auch Druck von hinten. „Es gibt auch andere Spieler, die die Position gut besetzen können. Das macht uns stärker“, sagte der österreichische Fußballer von 2021.


Beachten Sie bei jedem Schauspieler, dass er seine eigene Rolle akzeptiert. „Der Zusammenhalt ist eine unserer Stärken. Wir spielen alle füreinander, wir geben uns alle Zeit zum Spielen. Man hat Unterstützung von allen Seiten“, betonte der zweitbeste Torschütze Österreichs. Sie freut sich über dieses Teamgefühl. „Das wird sich so schnell nicht ändern, weil wir uns seit vielen Jahren kennen und Zeit miteinander verbringen, viel in unserer Freizeit“, sagte Billa. Und Schiechtl ergänzte: „Natürlich hoffe ich immer zu spielen, aber bei uns ist es so, dass die Mannschaft an erster Stelle steht und alle mitmachen.“


Schnaderbeck konnte das nur betonen: „Dass wir uns der Mannschaft unterordnen, ist selbstverständlich. Es gibt keinen Spieler, der auf oder neben dem Platz viel Aufmerksamkeit auf sich zieht. Das ist auch etwas, wofür wir alle stehen und wofür wir stehen.“ wirklich durchlebt haben.”.

Fuhrmann spielt dies auch in die Karten, das heißt kein Brandherd soll gelöscht werden. “Natürlich gibt es viel Konkurrenz in der Mannschaft, aber wir schaffen es, alle Spieler so einzubinden, dass die Mannschaft stärker wird. Sie haben alle einen sehr guten Charakter”, sagte der ÖFB-Cheftrainer. Aus sportlicher Sicht haben Sie nun die Möglichkeit, bestmöglich auf Veränderungen im Spielverlauf zu reagieren. „Wir können Schwung, Stabilität oder Dynamik geben, wir haben viele verschiedene Spielertypen“, sagte Fuhrmann.


Fraglich ist, ob er am Montag mit Stefanie Enzinger rechnen kann, die am Samstag wegen Knieproblemen das Training ausfallen ließ.

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