Gepostet am 10. Juli 2022, 1:02 Uhr
Im Kanton Graubünden wurde eine erwachsene Kuh von Wölfen aus Beverins Herde getötet. Bevor die geregelten Schüsse zugelassen werden, muss es zunächst einen nachweislich neuen Nachwuchs in der Herde geben.
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«Das erlegte Tier wurde von Wölfen stark genutzt», schreibt das Amt für Jagd und Fischerei Graubünden.
Die Beveriner Wolfsherde gilt als Ärgerherde.
Jagd- und Fischereiamt GR
Sein Umfang erstreckt sich über 200 Quadratkilometer.
Jagd- und Fischereiamt GR
Am Samstagabend wurde auf der Alp Nurdagn im Schamserberg eine Mutterkuh von Wölfen gerissen. Der Fundort des toten Nutztiers liegt laut dem Amt für Jagd und Fischerei Graubünden im Revier der Herde Beverin.
Dieser Riss sei der erste Fall im Kanton Graubünden, bei dem ein «ausgewachsenes Nutztier der Rinderfamilie» von Wölfen getötet worden sei, heisst es. Die siebenjährige Milchkuh befand sich mit anderen Artgenossen in einem eingezäunten Areal. „Das ermordete Tier wurde von Wölfen weit verbreitet“, schreibt das Büro.
„Es ist nicht sicher, ob die Wölfe an die Bruchstelle zurückkehren werden. Das Revier der Herde umfasst mehr als 200 Quadratkilometer“, sagt Adrian Arquint, Leiter der Jagd- und Fischereiabteilung Graubündens die Tiere und schließen einen GPS-Sender an.“ Die Erfahrung zeigt, dass Wölfe auf diese Weise abgeschreckt werden und ein Jagdgebiet lange meiden prominent. Verhaltensmuster werden vom Vater an den Jugendlichen weitergegeben“, so Arquint weiter. Im Vergleich zu Beverins Herde gibt es Wölfe, die überwiegend Wildtiere erlegen und daher eher unauffällig bleiben.
Betroffene zuständige Stelle
Auf häuslicher Ebene der Beveriner Herde ist die Schwelle für die Zahl der Nutztierabschüsse bereits erreicht. Bevor Wölfe in einer Herde geregelt werden können, muss per Gesetz zunächst der diesjährige Nachwuchs ermittelt werden. Erfahrungsgemäß ist damit spätestens von Juli bis September zu rechnen. Weil im Jagdgebiet nicht für alle Platz ist, müssen junge Wölfe oft abwandern, wie GPS-Daten zeigen. In einem Fall lief ein Wolf durch Österreich nach Süddeutschland.
Das Bündner Jagd- und Fischereiamt ist besorgt über das Verhalten der Wölfe in Beverins Herde. Diese verhalten sich seit einigen Jahren problematisch: „Die Schlachtung einer ausgewachsenen Mutterkuh entspricht im Vergleich zur Risiko- und Schadensentwicklung bei Schafen und Ziegen einer weiteren, neuen und schwerwiegenderen Eingriffsebene.“
Im Dezember 2021 wurde der letzte von drei jungen Wölfen in Beverins Herde erschossen, die das Umweltbundesamt seinerzeit zum Abschuss freigegeben hatte.
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Polizei, Tel. 117 (für Wildtiere)
GTRD, Großtierrettungsdienst, Tel. 079 700 70 70 (Notruf)
(Karte / Chk)