Zeugen Jehovas werben mit farbigen Steinen in der Aar

Von Tür zu Tür zu gehen und mit Menschen über alles über Gott und die Welt zu sprechen, ist die bevorzugte Methode der Rekrutierung für Zeugen Jehovas. Aber es gibt einen anderen Weg.

Dreist: Zeugen Jehovas verkünden auf einem Stein in der Berner Aar. – Nau.ch

Ankündigungen

das Wesentliche zusammengefasst

  • Ein farbiger Stein im Wasser entpuppt sich als Werbung für Jehovas Zeugen.
  • Ein Sektenexperte ordnet den Fund eines Nau.ch-Journalisten ein.

Wer sich in Bern erholen möchte, den zieht es oft an die Aar. Diesen Auftrieb spürte auch ein Reporter von Nau.ch, der am Wochenende einen ruhigen Nachmittag auf dem Wasser auf dem Wylergut verbringen wollte.

Er geht in den Fluss, um sich abzukühlen. Plötzlich fällt ihm ein violettes Leuchten unter der Wasseroberfläche ins Auge. Neugierig greift sie nach dem farbigen Stein.

Der farbige Stein fällt sofort ins Auge. Aber niemand erwartet Werbung für Jehovas Zeugen. – Nau.ch

Ein kostbarer Schatz? nein Der Traum war schnell zerbrochen. Es ist die dreiste Ankündigung einer Sekte!

Auf der violetten Fläche stehen weiße Buchstaben: “Viele Fragen?” Es liest. I: „Gute Antworten“ würden auf einer bestimmten Website verfügbar sein. Das kommt von den Zeugen Jehovas.

Die Steine ​​werden in “Touristenattraktionen” deponiert

Schmeißt die Religionsgemeinschaft jetzt Steine ​​ins Wasser, statt von Tür zu Tür zu gehen? Zeugen sind dafür bekannt, Außenstehende zu rekrutieren. Für diese „Predigtdienste“ sind Mitglieder erforderlich und müssen der Ortsgemeinde Auskunft geben.

Eine Versammlung der Zeugen Jehovas im Jahr 2010 (Archivbild) – Schlussstein

Sektenexperte Georg Otto Schmid sagt gegenüber Nau.ch, dass Zeugen Jehovas diese bemalten Steine ​​seit mehreren Jahren ausstellen. Nicht nur in der Schweiz, sondern weltweit würden bemalte Steine ​​oder Muscheln «an touristisch interessanten Orten deponiert».

Der Religionswissenschaftler Georg Otto Schmid. – Relaisinformationen

Aufgrund der Corona-Pandemie wurde die traditionelle Methode, an die Haustür zu klopfen, eliminiert. “Malerei und Steinverlegung intensiviert.”

Schmid hält die Steinmethode für unwahrscheinlich: „Uns liegen derzeit keine Berichte vor, dass Menschen wegen eines bemalten Steins Zeugen Jehovas geworden sind.“

Zeugen Jehovas haben in der Schweiz kaum Erfolg

Generell seien die Zeugen Jehovas in der Schweiz trotz intensiver Öffentlichkeitsarbeit nicht sehr erfolgreich, erklärt Schmid. Das schwache Wachstum lässt sich hauptsächlich durch die Abwanderung von Mitgliedern in die Schweiz erklären.

„Jehovas Zeugen sind attraktiv für Menschen, die sich gerne bedingungslos einem hierarchischen System unterwerfen“, sagt Schmid. Zeugen sprechen auch Bibeltreue und Anhänger traditioneller Geschlechterrollen an. Natürlich gibt es sie, „aber die Zielgruppe ist sehr begrenzt“, so Schmid abschließend.

Bist du religiös?

Für die Religionsgemeinschaft ist das kein Problem: Zeugen werben in erster Linie „um ihre Pflicht gegenüber der Organisation zu erfüllen“, sagt Schmid. Bemalte Steine ​​zeigen, „ein treues Mitglied der Zeugen Jehovas zu sein und Jehova gehorsam zu sein“.

Auch die Nau.ch-Journalistin war von dem Stein nicht überzeugt: Sie warf die Farbkleckse in tieferes Wasser.

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