Ludwig: FFP2-Maskenpflicht für den Wiener ÖPNV bleibt bestehen

von. – 24.05.2022 17:34 (24.05.2022 19:02)

FFP2-Masken für ÖPNV, Krankenhäuser und Praxen bleiben in Wien. © APA/GEORG HOCHMUTH

Wien geht wieder den strengsten Weg zur Krone: Auch nach dem 1. Juni bleibt die FFP2-Maskenpflicht für öffentliche Verkehrsmittel, Apotheken, Praxen und Krankenhäuser bestehen.

Die Landesregierung Wien weicht von der verschleierten Freistellung des Bundes ab.

Ludwig: Wien hält teilweise an FFP2-Masken fest

Wie Oberbürgermeister Michael Ludwig nach einer Sitzung seines Krisenstabs mitteilte, müssen in öffentlichen Verkehrsmitteln, Apotheken, Praxen und Krankenhäusern weiterhin FFP2-Masken getragen werden. Der Stadtverwalter stellte fest, dass dies besonders gefährdete Umgebungen seien.

Wien geht bei Corona-Maßnahmen wieder strenger vor

Der Bürgermeister betonte, er habe die Entscheidung der Bundesregierung zur Kenntnis genommen, wolle aber den konsequenten Weg Wiens weitergehen. „Wir waren in Wien während der Corona-Krise immer auf der sicheren Seite.“ Auch das sei gelungen, betonte er. So sei es beispielsweise gelungen, die Zahl der Krankheitsfälle während der Delta-Welle niedriger zu halten.

Wien setzt weiterhin FFP2-Masken im ÖPNV ein

Der Bürgermeister hat angegeben, dass neue Varianten verschickt werden und dass nicht bekannt ist, wann die nächste Welle eintreffen wird. Die Maske ist auch in Wiener Geschäften erhältlich, jedoch nicht in gefährdeten Umgebungen, zu denen für Ludwig öffentliche Verkehrsmittel, Arztpraxen und Apotheken gehören.

Und die Pandemie sei noch nicht vorbei, bekräftigte er. Ungewiss ist beispielsweise, wann neue Mutationen eine weitere Welle auslösen werden. Masken seien hier ein „weicheres Mittel“, um sich zu schützen. Ludwig sprach von einer „Ergänzung“ der Bundesmaßnahme – die die Wienerinnen und Wiener immer unterstützt hätten, sagte er.

Wien will mit kostenlosen PCR-Tests und Impfaktionen für den Herbst fortfahren

Der Bürgermeister forderte die Bundesregierung zudem auf, rechtzeitig Impfkampagnen für den Herbst zu starten. Das Wiener Testregime – mit der PCR-Aktion „Alles auffressen“ – müsse weiter aufrechterhalten werden, wie er betonte. Da es jetzt jedoch in geringerem Umfang verwendet wird, ist es schwieriger geworden, Mutationen zu erkennen.

Kein Sonderweg in Wiener Schulen

In den Schulen geht Wien seinen Weg nicht, wie Ludwig sagte. In Bildungseinrichtungen werden in der Bundeshauptstadt ab Juni auch keine obligatorischen PCR-Tests mehr angewandt.

Die Wiener NEOS halten die Einschränkungen für unverhältnismäßig

NEOS halten die Einschränkungen für unverhältnismäßig. Einschränkungen der persönlichen Freiheit seien in einem demokratischen Rechtsstaat immer problematisch und könnten nur in Ausnahmefällen zur Anwendung kommen, erklärte Klubpräsidentin Bettina Emmerling in einer Aussendung. Die aktuelle epidemiologische Lage ermöglicht es, weitestgehend auf restriktive Maßnahmen zu verzichten, wie aktuelle Daten zum Infektionsgeschehen und zur Krankenhausbelegung zeigen. Man ist mit Ludwigs Entscheidung, die direkt in seine Zuständigkeit fällt, nicht einverstanden.

Die FPÖ hält die Beibehaltung der FFP2-Maskenpflicht für „verrückt“

Die FPÖ konnte ihm nicht unerwartet nicht gefallen und sagte sogar, Ludwig und Gesundheitslandesrat Peter Hacker (SPÖ) seien „verrückt“. Mit dem Tragen einer Maske werde der tägliche Weg zur und von der Arbeit zum unfreiwilligen Saunagang in Arbeitskleidung, sagte Landesparteichef Dominik Nepp in einer Aussendung.

Alle Informationen zum Coronavirus

Leave a Comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *