Die Inflation stieg noch weiter an: Der Euro wird nach und nach gegen den Dollar gehandelt

Parität mit der US-Währung erreicht: Energiekrise und Krieg lasten schwer auf dem Euro

von Michael Bachner

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Erstmals seit rund zwei Jahrzehnten ist der Euro wieder genau einen Dollar wert. Am Dienstagmittag fiel die Gemeinschaftswährung auf genau einen Dollar und fiel damit zum ersten Mal seit 2002 wieder auf die Parität. Das bedeutet ein Wechselkursverhältnis von eins zu eins.

Der Euro steht an den Finanzmärkten seit langem unter Druck. Gründe sind die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine, von dem Europa besonders betroffen war, und der relativ umsichtige Kampf der Europäischen Zentralbank (EZB) gegen die Inflation.

Die Schwäche des Euro ist im aktuellen Umfeld mit relativ hohen Inflationsraten ein Nachteil. Denn je niedriger der Wechselkurs der Gemeinschaftswährung, desto stärker werden andere Währungen wie der Dollar relativ dazu. Dadurch verteuern sich nach Europa importierte Waren und vor allem in Dollar notierte Rohstoffe. Das schürt die Inflation.

Wenn der Eurokurs fällt, müssen die Verbraucher noch tiefer in die Tasche greifen, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Vor allem die Energie- und Rohstoffpreise drohen noch weiter zu steigen.

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