Auch die Bundeskanzlerin und der Verteidigungsminister zeigten sich begeistert von Israels Drohnenabwehr.
von Armin Arbeiter, Michaela Reibenwein
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Deutschland kündigte es im März an, nun denkt auch Österreich über ballistische Raketenabwehr nach: „Ich denke, es braucht einerseits eine ballistische Raketenabwehr und vor allem eine Drohnenabwehr“, sagte Bundeskanzler Karl Nehammer bei seiner Reise nach Israel KURIER. Zuvor waren er, Verteidigungsministerin Klaudia Tanner und Innenminister Gerhard Karner im israelischen Verteidigungsministerium, um ein Kooperationsabkommen zur Extremismusbekämpfung zu unterzeichnen. Doch schon am Montag habe ihm Verteidigungsminister Tanner die Verteidigung der israelischen Drohne gezeigt und “er war begeistert”.
Nehammer: „Es war die Rede von bereits bestehenden Kooperationen, aber auch davon, Systeme weiterzuentwickeln und neue Möglichkeiten der Implementierung dieser Systeme im österreichischen Bundesheer auszuloten, da dieses stärker bewaffnet werden soll. Wie Sie wissen, gibt es das viel nachzuholen.”
Es gibt einen einstimmigen Beschluss im Nationalen Sicherheitsrat, das Budget zu erhöhen. Noch ist unklar, wann es soweit sein wird und in welcher Höhe es das Budget sein soll. Allerdings machte die Bundeskanzlerin deutlich, dass zumindest im Bereich der Drohnenabwehr – made in Israel – etwas passieren solle: „Es sollte Abkommen von Regierung zu Regierung geben, um Korruptionsvorwürfe auszuschließen. Jetzt müssen wir prüfen.“ welche Systeme für Österreich die richtigen sind“, sagte er.
Nehammer machte auch auf dem Gebiet der ballistischen Raketenabwehr auf sich aufmerksam: „Man sieht, dass jetzt eine ballistische Rakete aus viel geringerer Entfernung abgefeuert wird als noch vor Jahrzehnten. Eine Rakete, die in der Nähe von Lemberg in die falsche Richtung abgefeuert wird, ist eine Bedrohung.“ in die Slowakei wie nach Österreich. Und wenn man an die Drohne denkt, die in Kroatien abgestürzt ist, sieht man, wie schnell das Realität werden kann.“
Auch das Thema ballistische Flugkörperabwehr werde für Österreich relevant sein, was aber nicht bedeute, „dass Österreich sich auf große Fähigkeiten einlassen kann, sondern wichtig ist, dass wir uns mit dieser Form der Luftverteidigung auseinandersetzen, dass diese Technologie nicht an uns vorbeigeht und wir werden auch in Zukunft dafür sorgen, dass die österreichischen Streitkräfte interoperabel sind.“
Das Verteidigungsministerium sagte, es prüfe Optionen im Bereich der Luftüberwachung und dies sei “natürlich ein Problem”, aber es seien keine konkreten Entscheidungen getroffen worden.
Einen „Iron Dome“ zu kaufen, sollte als unmöglich gelten: Der technische Aufwand und die Kosten wären enorm hoch.
Vor welchen Herausforderungen Österreich mit der Anschaffung eines ballistischen Raketenabwehrsystems stehen würde, können Sie hier nachlesen:
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