Schwerpunkt der politischen Gespräche ist neben den bilateralen Beziehungen die Bekämpfung der illegalen Einwanderung, von der auch Zypern besonders betroffen ist. Weitere Themen sind Sicherheit und Stabilität in Europas südlicher Nachbarschaft, Energieprobleme und Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine.
Zypern hatte sich wie Malta und Griechenland gegen ein Transportverbot für russisches Öl in Drittländer ausgesprochen. Die zypriotische Wirtschaft leidet bereits stark unter Sanktionen gegen Russland, darunter ein Flugverbot für russische Flugzeuge. Hinzu kommen starke Spannungen mit der Türkei wegen Erdgasfeldern im Mittelmeer.
Zypern ist seit 1974 nach einem griechischen Staatsstreich und einer türkischen Militärintervention geteilt. Der nördliche Teil der Insel wird nur von der Türkei als Staat anerkannt. Zypern ist seit 2004 Teil der Europäischen Union, aber ihre Regeln gelten nur für den südlichen Teil Griechenlands. Alle Verhandlungen zur Überwindung der Teilung sind bisher gescheitert.