Bundesregierung Mit neuen Maßnahmen zum Klimaziel

Stand: 13.07.2022 14:19

Bau- und Verkehrsministerien haben neue Klimaschutzmaßnahmen eingeleitet. Minister Geywitz setzt auf Wärmepumpen und Sanierung, Minister Wissing will unter anderem den öffentlichen Nahverkehr ausbauen.

Seit April ist klar, dass die Bundesregierung im vergangenen Jahr die nationalen Klimaziele in den Bereichen Gebäude und Verkehr verfehlt hat. Nach einer Frist von drei Monaten haben die Fachbereiche ihre Verbesserungsvorschläge öffentlich gemacht.

Bauministerin Klara Geywitz (SPD) stellte ein Elf-Punkte-Sofortprogramm vor, das ihr Ministerium gemeinsam mit dem Ministerium für Wirtschaft und Klimaschutz erarbeitet hatte.

Mehr Wärmepumpen, schnellere Erneuerung

Der erste Punkt ist eine Neufassung des Gebäudeenergiegesetzes (GEG). So soll beispielsweise festgelegt werden, dass ab 2024 alle neu installierten Heizungsanlagen zu 65 Prozent mit erneuerbarer Energie betrieben werden sollen. Dazu soll es ein Entwicklungsprogramm und eine „Qualifizierungsoffensive“ für Wärmepumpen geben, die Ministerien als Schlüsseltechnologie bezeichnen.

Öffentliche Gebäude sollten schneller energetisch saniert werden, aber auch Gemeinschaftseinrichtungen wie Schwimmbäder. Zum Notfallprogramm gehört auch eine umfassende kommunale Wärmeplanung; Eingeräumt wird allerdings, dass die „genaue Ausgestaltung der Bundesregelung“ noch offen sei.

Eine kurzfristige Verbesserung der Klimabilanz ist auch aus Sicht der Ministerien nicht zu erreichen. Deshalb sagt er:

Die Folgenabschätzung der Maßnahmen zeigt, dass die jährlichen Emissionsmengen für die Jahre 2022 bis 2026 zunächst voraussichtlich nicht eingehalten werden, aber in der Regel ab 2028 bis 2030 eine überhöhte Einhaltung zur Einhaltung der zulässigen Emissionsmenge im gesamten Zeitraum führen wird ( 2022-2022). 2030).

Weisheit ist optimistisch

Auch Bundesverkehrsminister Volker Wissing stellte heute, am letzten Tag der Dreimonatsfrist, seine Pläne vor. Um die Klimaziele zu erreichen, müssen die Ladeinfrastruktur von Elektrofahrzeugen, die Fahrradinfrastruktur und der öffentliche Nahverkehr ausgebaut werden. Gesetzliche Voraussetzungen für die Arbeit von zu Hause aus sind ebenfalls vorhanden.

„Die Lücke musste geschlossen werden“, sagte der FDP-Politiker. Mit den vorgestellten Maßnahmen werde dies „mit Sicherheit“ erreicht. Dies sei gelungen, „ohne die Bedürfnisse der Bevölkerung einzuschränken“.

Ein generelles Tempolimit auf Autobahnen ist in dem Maßnahmenpaket nicht enthalten. Im Jahr 2021 hat der Verkehrssektor die vom Klimaschutzgesetz vorgeschriebenen Treibhausgasemissionen um rund drei Millionen Tonnen überschritten.

Tagesschau live: Minister Wissing über Klimaschutzziele

13.07.2022 12:51

Es gibt kein gemeinsames Ampelprogramm

Das Klimaschutzgesetz sieht vor, dass Deutschland die Treibhausgasemissionen bis 2030 um 65 Prozent gegenüber 1990 reduzieren muss.Das Maßnahmenpaket wird nun dem Sachverständigenrat für Auswärtige Angelegenheiten zur Stellungnahme vorgelegt. Dann wird die Bundesregierung darüber beraten.

Die Koalition aus SPD, Grünen und FDP konnte sich bislang nicht auf ein gemeinsames Klimaschutz-Sofortprogramm einigen. „Jetzt hoffe ich, dass wir uns schnell auf ein globales Konzept einigen und es im Kabinett verabschieden können“, sagte Wissing.

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