Großbrand im Sägewerk Hermeskeil

In einem Sägewerk in Hermeskeil im Kreis Trier-Saarburg ist ein Großbrand ausgebrochen. Das Feuer droht auch auf einen nahe gelegenen Wald überzugreifen. Hubschrauber helfen beim Aufräumen.

Nach Angaben der Betriebsleitstelle des Kreises Trier-Saarburg stehen das Sägewerk und ein Holzlager seit Mittwochnachmittag in Flammen.

Sechs Personen wurden leicht verletzt. Unter ihnen sind laut Polizei Sägewerksarbeiter und Feuerwehrleute. Vier von ihnen wurden zwischenzeitlich im Krankenhaus behandelt, haben die Klinik aber inzwischen verlassen.

Feuerwehrleute verhindern Waldbrände

Bisher konnten die Einsatzkräfte ein Übergreifen des Feuers auf ein Waldgebiet verhindern. Die Gefahr sei aber nach Angaben des Einsatzleiters noch nicht gebannt. Flammholzlager würden enorme Hitze entwickeln. Es ist eine sehr dynamische Situation. „Ab sofort kann eine zusätzliche Ausbreitung durch eine Schraubenposition verhindert werden“, sagte er.

Probleme des Aussterbens der Wasserversorgung

Da es in der Nähe des Großbrandes kein offenes Wasser gibt, sei die Löschwasserversorgung nicht einfach, sagte der Einsatzleiter dem SWR. Wasser wird jedoch dringend benötigt, um Brennholzlagerbrände in Schach zu halten. Ist dies nicht mehr möglich, könnte auch der Wald Feuer fangen.

Wasserwerfer und Polizeihubschrauber im Einsatz

Insgesamt sind 400 Notdienste vor Ort. Die Helfer kommen aus dem ganzen Landkreis und von der Saar. Die Polizei ist mit einem Hubschrauber und einem Wasserwerfer vor Ort.

Hubschrauber sollen Feuerwehrleute mit ihren Löschwasserbehältern im Außenbereich unterstützen. Die Wasserentnahme erfolgt aus der Talsperre Nonnweiler. Außerdem wurde das Hermeskeilbecken gereinigt, damit das Becken zur Wassergewinnung genutzt werden konnte.

Die Feuerwehr des amerikanischen Luftwaffenstützpunkts Spangdahlem kam aus der Eifel nach Hermeskeil, um zu helfen. Steep TV / Wolfgang Steep

Fenster und Türen schließen

Die Einsatzleitstelle bittet alle Anwohner, wegen starker Rauchentwicklung Türen und Fenster zu schließen und die Klimaanlage auszuschalten. Wer sich im Freien aufhält, sollte ein feuchtes Tuch vor dem Mund tragen. Das Einsatzgebiet muss zudem ein großes Areal durchqueren.

Die Brandursache ist noch unklar. Auch zur möglichen Schadenshöhe können noch keine Angaben gemacht werden.

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