WIEN Die Verbraucherpreise in den Vereinigten Staaten stiegen im Juni überraschend um 9,1 % gegenüber dem Vorjahr und erreichten damit den höchsten Stand seit mehr als 40 Jahren. Diese Entwicklung weckte Bedenken hinsichtlich erheblicher Zinserhöhungen der US-Notenbank, die der Wirtschaft schaden könnten.
Unter den Wiener Schwergewichten verlor die Andritz-Aktie 3,4 Prozent ihres Kurswerts. Die Bawag verlor 2,5 Prozent, die Aktionäre der Raiffeisen Bank International mussten weniger als 1,2 Prozent eintragen und die Erste Group gab 1,3 Prozent ab. Wienerberger erwirtschaftete weniger als 2,5 Prozent. Verbund-Aktien stiegen dagegen um 1,9 Prozent und OMV-Aktien um 0,6 Prozent.
Die Aktien des niederösterreichischen Ölfeldbauers Schoeller-Bleckmann standen mit einem Abschlag von 3,9 Prozent unter Abgabedruck. AMAG-Zeitungen verloren 5,3 Prozent.
Auch auf Unternehmensebene hat Telekom Austria mit den präsentierten Umsatzzahlen die Aufmerksamkeit der heimischen Marktteilnehmer auf sich gezogen und die Aktie legte um 0,8 Prozent zu. Das größte nationale Telekommunikationsunternehmen verzeichnete im ersten Halbjahr einen Gewinn von fast 300 Millionen Euro. Das war ein Quartal mehr als im ersten Halbjahr 2021. Die Analysten der Erste Group schätzen, dass die Zahlen für das zweite Quartal die eigenen und Markterwartungen übertroffen haben.
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Semperit schloss mit einem Plus von 2,8 Prozent. Das Unternehmen investiert 110 Millionen Euro in die Produktion von Schläuchen im Werk in Odry, Tschechien. Bei Hydraulikschläuchen ist Semperit laut eigenen Angaben die Nummer 3 weltweit und bei Industrieschläuchen die Nummer 2 in Europa.
Die Agrana-Aktie wurde ohne Dividende gehandelt und verlor optisch kräftige 4,1 Prozent.