Duma-Sitzung: Medienberichte über die Ausrufung einer neuen Sowjetunion

Mit Weißrussland und den eroberten Gebieten der Ukraine

Proklamiert Putin die Gründung einer neuen Sowjetunion?

Überraschenderweise tagt am Freitag die russische Duma. Ein kremlnaher Telegram-Kanal berichtet, Putin wolle eine neue Sowjetunion gründen.

Beitrag: 21:26

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Aktualisiert: 21:39 Uhr

Was macht Kremlchef Wladimir Putin (69)? Am Freitag tritt das russische Parlament, die Duma, kurz zuvor zu einer außerordentlichen Sitzung in Moskau zusammen. Tagesordnungspunkte sind noch nicht bekannt. Bisher war von einer Generalmobilmachung, einer offiziellen Kriegserklärung und einer Regierungsumbildung die Rede.

Jetzt bringt der russische Telegram-Kanal „General SVR“ eine neue Möglichkeit ins Spiel. Der kremlnahe Sender schreibt, Präsident Putin wolle eine neue Sowjetunion ausrufen. Die ersten Mitgliedsländer: Russland, Weißrussland und die eroberten Gebiete der Ukraine.

Putin hat bereits unter strengster Geheimhaltung einen Vertrag mit dem ehemaligen ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch (72) unterschrieben. Janukowitsch, der 2014 im Zuge pro-westlicher Demonstrationen in Kiew abgesetzt wurde, wird zum „legalen“ Vorsitzenden der ukrainischen Zonen ernannt.

Reorganisieren Sie die Regierung, wenn Putins Pläne scheitern

Am Freitag sollen Putin, Janukowitsch und der weißrussische Machthaber Alexander Lukaschenko (67) zusammenkommen und den Vertrag der Duma zur Ratifizierung vorlegen. Wenn alles nach Plan läuft, könnte das Dokument in wenigen Tagen von der Duma und dem Föderationsrat endgültig gebilligt werden.

Es ist unklar, ob dies alles geschehen wird und ob Lukaschenko seine Zustimmung zur Integration in die Sowjetunion geben wird. Wenn Putins Pläne dennoch explodieren, könnte es einfach zu einer Regierungsumbildung kommen, schreibt “General SVR”.

Unwahrscheinliche Mobilisierung

Auch in anderen russischen Medien ist die Regierungsumbildung ein Thema. Themoscowtimes.com schreibt, dass die Abgeordneten Industrie- und Handelsminister Denis Manturov (53) am Freitag zum stellvertretenden Ministerpräsidenten wählen sollen. Dieser Schritt ist wichtig, weil in der Industrie ein großer Bedarf an Mobilisierungsentscheidungen besteht.

Themoscowtimes.com glaubt nicht, dass es am Freitag zu einer Mobilmachung oder Kriegserklärung kommen wird, weil die Duma weder befugt ist, Truppen im Ausland einzusetzen, noch das Kriegsrecht oder den Ausnahmezustand auszurufen.

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