von. – 14.07.2022 09:09 (Akt 14.07.2022 11:00)
Am Donnerstag findet in Wien-Donaustadt der Prozess gegen den Wohnungseinbruch statt. © APA / HELMUT FOHRINGER (Symbolbild)
Am Donnerstag findet vor dem Landesgericht der Prozess wegen eines Wohnungseinbruchs in Wien-Donaustadt statt, bei dem eine 42-jährige Mutter beinahe ums Leben gekommen wäre.
Die Frau konfrontierte mitten in der Nacht des 15. Februar 2022 einen Dieb in ihrem Haus. Um ihren kleinen Sohn zu schützen, stellte sie sich ihr in den Weg, und der Mann stach ihr mindestens 15 Mal in Brust und Bauch. wodurch ihr Leben möglicherweise tödlich verwundet wird.
Prozess wegen Wohnungseinbruchs in Wien-Donaustadt
Nun muss sich der 35-Jährige nicht vor einem Geschworenengericht wegen versuchten Mordes verantworten, weil er einem psychiatrischen Gutachten zufolge zum Tatzeitpunkt wegen einer Psychose geisteskrank war. Die Staatsanwaltschaft hat deshalb die Aufnahme des Mannes in eine Anstalt für psychische Straftäter beantragt. Diese App spricht von einem „erbitterten Kampf“, die Frau sei trotz der schweren Verletzungen in einer Art „Überlebensmodus“ gewesen und habe sich dem Angreifer gestellt. Bei dem Mann war vor einigen Jahren Schizophrenie diagnostiziert worden. Er kam mehrfach ins Krankenhaus und wurde auch vom psychosozialen Dienst betreut. Vermutlich war ihm seine Krankheit nicht bewusst, weil er Behandlungen immer vorzeitig abbrach, Medikamente absetzte oder unregelmäßig einnahm.