Putins Truppen haben am Donnerstag die Innenstadt von Vinnitsia in der Westukraine angegriffen. Bei dem Raketenangriff kamen 23 Menschen ums Leben, darunter drei Kinder.
Unter den Opfern ist auch die vierjährige Lisa. Das Mädchen war mit ihrer Mutter Irina D.* (33) in der Stadt, als die Rakete einschlug.
D. hatte etwa anderthalb Stunden zuvor ein Video in seine Instagram-Story hochgeladen. Auf dem Weg zur Logopädin sieht man die kleine Lisa ihren eigenen Kinderwagen schieben. „Wohin gehen wir, Schatz?“, fragt die Mutter. „Auf Alla?“, fragt die Mutter erneut. Das Mädchen nickt zustimmend.
“Ich bin die Mutter eines Engels”
Wie andere Beiträge auf dem Konto der Frau zeigen, ist Alla die Logopädin für das Mädchen, das das Down-Syndrom hatte und nicht sprechen konnte. Nach der Rückkehr von der Logopädie griff die russische Armee an.
Irina D. postete regelmäßig Fotos und Videos ihrer Tochter und teilte Erziehungstipps für ihre mehr als 70.000 Follower auf Instagram. Ihre Biografie lautete: „Ich bin die Mutter eines Engels.“
Nach der Nachricht vom Tod des Mädchens schrieb die Frau des ukrainischen Präsidenten Volodymyr Zelensky (44), Olena Zelenska (44), auf Twitter, dass sie Lisa kenne. Die First Lady teilte ein Weihnachtsvideo, das die beiden zusammen zeigt.
„Wir haben uns kennengelernt, als wir ein Video für die Weihnachtsferien aufgenommen haben. Das Mädchen hat es geschafft, nicht nur sich selbst, ihr Kleid, sondern auch alle anderen Jungs, mich, die Kamera und den Regisseur in einer halben Stunde zu malen.
Die Mutter überlebt schlecht
Der ukrainische Rettungsdienst hat nach dem Angriff auf die Stadt Bilder auf seiner Facebook-Seite gepostet. Auf den Aufnahmen ist auch ein zerschmetterter Kinderwagen zu sehen. Es sollte das Auto sein, das Lisa im Video vor sich herschiebt. Ein weiteres Bild zeigt einen ähnlichen Kinderwagen. Daneben ist ein abgeschnittener Fuß.
Ob es sich um den Fuß der Mutter handelt, ist unklar. Wie die NGO „Down Syndrome“ auf Facebook schreibt, überlebte die Mutter den Angriff mit schweren Verletzungen und verlor keine Gliedmaßen. „Sie waren zur falschen Zeit am falschen Ort“, schrieb die NGO in einer Trauerbotschaft.
Irina D. lebte vor dem Krieg in Kiew. Ende Februar zog er mit Lisa zu seiner Mutter nach Winnyzja.
Im März schrieb sie unter ein Foto ihrer dreijährigen Tochter, dass sie erst für die Quarantäne der Krone und jetzt für den Krieg keine normale Geburtstagsfeier für ihre Kleine habe organisieren können. “Alle Hoffnung liegt auf ihrem Geburtstag, Lisas fünftem Geburtstag!” Diese Hoffnung wurde nun durch den Einschlag einer Rakete zerstört. (Mann)
* Bekannter Name