Die Flammen brachen am Mittwoch gegen 13.30 Uhr außerhalb eines Bereichs aus, der als Munitionsdepot in einem militärischen Sperrgebiet genutzt wurde. Wie das Militärkommando Niederösterreich mitteilte, waren am Freitag auch Bundesheer, Feuerwehr und Hubschrauber im Einsatz. Trotz des Regens in der Nacht musste noch gegen die Glut gekämpft werden. Wann „Feuer“ gegeben werden kann, war nicht vorhersehbar. Ausgelöst durch das Munitionsteil dürfte sich das Feuer auf trockene Vegetation ausgebreitet haben, wie der ORF Niederösterreich berichtete. Die polizeilichen Ermittlungen seien abgeschlossen, sagte ein Sprecher der Geschäftsführung.
Großmittel / Ebenfurth
„Wir haben das Feuer unter Kontrolle“, betonte die Militärführung. Am Donnerstagnachmittag und -abend hatte der Wind immer wieder die Glut im Militärsperrgebiet entfacht. Neben der Armee sind mehr als 300 Feuerwehrleute und Hubschrauber im Einsatz, um die Flammen zu bekämpfen.
In Armeeländern
Wann „Feuer“ gegeben werden könne, hänge auch vom Wetter ab, teilte die Militärführung auf Anfrage mit.
1.200 Feuerwehrleute kämpfen seit drei Tagen mit Unterstützung von Polizei- und Armeehubschraubern gegen die Ausbreitung des Feuers. Ab Freitagmittag unterstützen zudem 40 Experten der neuen „Sonderfeuerwehr Wald“ die Brandbekämpfung mit Spezial-Löschfahrzeugen. Bis heute wurden bei 632 Löschflügen insgesamt 330.000 Gallonen Wasser in den brennenden Wald geworfen.
Obwohl die Ausdehnung des Feuers inzwischen auf 150 Hektar begrenzt wurde, ist die Gefahr einer erneuten Brandausbreitung nicht gebannt. Auch weil wir aus Erfahrung wissen, dass sich Flammen bis zu 50 Zentimeter in den Boden fressen und eine große Menge Glut erzeugen. Diese zu entdecken und zu bekämpfen wird die große Herausforderung der kommenden Tage sein. Rettungsdienste haben Wärmebildkameras, die selbst das kleinste Glutnest erkennen, obwohl es mit bloßem Auge nicht zu sehen ist. Allein am Freitag sind zudem 240 Feuerwehrleute mit Bodengeräten im Einsatz. Drei Feuerwehrleute wurden verletzt.
Daher ist die Aufgabe nicht nur schweißtreibend, sondern erfordert auch viel Muskelkraft und ist eine enorme körperliche Anstrengung. Deshalb wird die Feuerwehr bereits von sieben Hilfszügen aus benachbarten Stadtteilen unterstützt. Damit die Löschhubschrauber nicht durch Betankungsflüge unterbrochen werden, wurde vor Ort eine mobile Hubschrauberstation der NÖ Landesfeuerwehr mit 5.000 Liter Treibstoff bestellt.
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