Affenpocken: Die ersten Impfstoffdosen werden im Juni eintreffen, verspricht Lauterbach

In Frankreich wird bereits gegen Affenpocken geimpft, Anfang Juni sollen die ersten Impfdosen in Deutschland eintreffen.

Gesundheitsminister Karl Lauterbach (59, SPD) versprach es am Sonntag gegenüber der ARD. „In den ersten beiden Juniwochen sollen es 40.000 Einheiten werden, dann 200.000 Einheiten“, sagte er dem Berlin Report. Der Impfstoff namens Imvanex wird vom deutsch-dänischen Hersteller Bavarian Nordic geliefert.

Lauterbach ist das Virus nicht so ansteckend wie Corona. Laut World Medical Director Frank Montgomery sind Affenpocken “eine Krankheit, die im Wesentlichen bekannt ist”. Das Ansteckungsrisiko sei seit Jahren deutlich geringer als bei Corona: „Durch Isolierung, Quarantäne und Impfung von Risikopersonen kann das Virus schnell verbreitet werden“, sagte er der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.

Laut der neuesten Studie des Europäischen Zentrums für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten gibt es in Deutschland fünf Fälle von Pocken. Auch in Brandenburg meldeten die Gesundheitsämter am Sonntag eine erste Infektion. Außerhalb Afrikas gibt es weltweit etwa 200 Infizierte.

Dr. Heiko Jessen, der in Berlin mehrere Pockenpatienten behandelt, glaubt, dass 150.000 Impfdosen ausreichen, um die Krankheit einzudämmen. Laut Bavarian Nordic kann genug Impfstoff für die ganze Welt produziert werden, ohne dass das Unternehmen neue Fabriken eröffnen muss.

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