Diesen Montag werden neue Inflationszahlen veröffentlicht – es sollte wieder schockieren!
Klar ist: Für Lebensmittel werden die Deutschen in den kommenden Monaten wohl deutlich mehr bezahlen müssen.
„Die Einzelhandelspreise für Lebensmittel werden im Jahr 2022 voraussichtlich um mehr als 10 Prozent steigen“, sagte Allianz Trade-Einzelhandelsexperte Aurélien Duthoit zu den Ergebnissen einer Studie.
Umgerechnet entspricht dies durchschnittlich 250 Euro an jährlichen Mehrausgaben pro Kopf!
► Lebensmittelhersteller haben ihre Preise in Deutschland seit Anfang 2021 um durchschnittlich 16,6 Prozent erhöht.
► Stärkere Zuschläge gab es für Produkte des täglichen Bedarfs, darunter Öle und Fette (53 %), Mehl (28 %) und Teigwaren (19 %).
Gleichzeitig stiegen die Preise im Lebensmitteleinzelhandel aber „nur“ um 6 Prozent, eine Erholung ist also noch vorhanden.
Das Statistische Bundesamt wird am Montag (14 Uhr) auf Basis einer ersten Einschätzung darüber informieren, ob und inwieweit die Inflationsrate in Deutschland im Mai weiter gestiegen ist.
Haupttreiber der Inflation in Deutschland und der Eurozone waren zuletzt die stark gestiegenen Energiepreise. Dieser Trend wurde durch den russischen Angriff auf die Ukraine noch verstärkt. Außerdem kämpft die Branche wie schon während der Corona-Pandemie damit, dass die Lieferketten nicht rund laufen.
Höhere Inflationsraten mindern die Kaufkraft der Verbraucher, weil sie sich dann weniger für einen Euro leisten können. Die Bundesregierung hat 2-Milliarden-Dollar-Pakete geschnürt, um die Menschen zu entlasten.
Inzwischen gibt es auch im Euroraum Anzeichen für den ersten Zinsanstieg seit mehr als zehn Jahren: Die Europäische Zentralbank (EZB) könnte bei ihrer nächsten Sitzung am 9. Juni die Weichen stellen. Steigender Inflation kann mit höheren Zinsen begegnet werden.