Gepostet am 23. Mai 2022, 10:05 Uhr
Die Stadt Zürich hat an einigen Fussgängerübergängen die Markierung «Achtung Tram» angebracht. In den sozialen Medien wird darüber heftig diskutiert.
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Die Stadt Zürich hat nun an einigen Fussgängerstreifen oberhalb der Tramgleise das Schild «Achtung Tram» angebracht.
Stadt Zürich
Die Maßnahme wurde in den sozialen Medien breit diskutiert. „Wow, jetzt muss die ganze Stadt gepflastert werden wegen der Hirnlosen“, schreibt ein User.
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Es gibt aber auch Nutzer, die die Maßnahme zu schätzen wissen. „Sehr gute Idee. Die Straßenbahnen sind leise und die meisten Fußgänger wissen nicht, dass die Straßenbahn Vorrang hat“, schreibt ein Nutzer.
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Aufmerksamen Passanten dürften die neuen Gehsteigmarkierungen bereits aufgefallen sein: Die Stadt Zürich hat kürzlich an einigen Fussgängerübergängen oberhalb der Tramgleise das Schild «Achtung Tram» angebracht, das Vorrang hat, auch an Fussgängerübergängen. Vielleicht kennt nicht jeder diese Regel oder Fußgänger denken nicht immer daran. Das könnte zu schweren Unfällen führen», schrieb die Stadt Zürich auf Facebook.
Die Maßnahme wurde in den sozialen Medien breit diskutiert. „Wow, jetzt muss die ganze Stadt gepflastert werden wegen der Hirnlosen“, schreibt ein User. „Es ist wirklich traurig, dass diese Maßnahme notwendig ist. Irgendwann heißt es ‚Einatmen – Ausatmen‘“, sagt ein anderer Nutzer. „Es ist erstaunlich, wie sich die Zeiten ändern. Die Geschwindigkeit von Bus und Tram zu reduzieren, wäre ihm nie in den Sinn gekommen“, sagt ein Nutzer.
Es gibt aber auch Nutzer, die die Maßnahme zu schätzen wissen. „Sehr gute Idee. Straßenbahnen sind leise und die meisten Fußgänger wissen nicht, dass die Straßenbahn Vorfahrt hat“, schreibt ein User, und ein anderer sagt: „Ich bin auf dem Land aufgewachsen. Das wusste ich schon lange.“ Dieser Mann spürt das genauso: „Ich wusste nicht, dass die Straßenbahn Vorfahrt hat. Touristen wissen das auch nicht.“
CHF 2000 pro Fussgängerüberweg
Nach Angaben der Stadt Zürich eignen sich rund 160 Fussgängerüberwege für die Umsetzung. In diesem Jahr sollen etwa 60 Fußgängerüberwege auf Schulstraßen oder an Kreuzungen mit mehr als zwei Fahrspuren ausgeschildert werden. Wie der «Tages-Anzeiger» berichtet, ist dies bereits an 30 Fussgängerstreifen passiert. Laut Verkehrsdepartement (DAV) kosten die Markierungen rund 2000 Franken pro Fussgängerüberweg.
Die Verkehrsunfallstatistik für 2021 wurde im März veröffentlicht. Laut Wernher Brucks, Leiter Verkehrssicherheit beim Verkehrsamt der Stadt Zürich, ist die Zahl der Schwerverletzten im Strassenverkehr in der Stadt Zürich auf einem historischen Tiefstand. Die Zahl der Fußgängerunfälle ist mit 164 Unfällen weiter rückläufig. Allerdings starben fünf Fußgänger, was ein bedauerlicher Höchstwert ist. Vier tödliche Unfälle waren Kollisionen zwischen einer Person zu Fuß und einer Straßenbahn.