Gewessler mit Gas-Werbung: “Niemand wird frieren müssen”

Seit Beginn der Energiekrise ist Leonore Gewessler ständig „live“. Jetzt spricht der Minister eindeutig über die Gasversorgung.

Als die türkis-grüne Koalition im Jänner 2020 ihre Arbeit aufnahm, war noch nicht zu sagen, was Sie, Österreich und die Welt, erwartet. Nach zwei Jahren der Corona-Krise hat der Krieg in der Ukraine zu einer Energiekrise geführt. Die ernannte Ministerpräsidentin Leonore Gewessler, die dem Klimawandel mit ihrer ganzen Macht hätte begegnen sollen, muss nun die Gasversorgung Österreichs sichern, eine Mammutaufgabe.

„den ganzen Tag“ beschäftigt.

„Es ist für uns alle eine extrem intensive und belastende Zeit. Wir haben nicht nur die Energiekrise, sondern auch den Krieg und die damit verbundene Inflation. Ich habe eine Aufgabe übernommen, die mich sehr herausfordert“, sagt Gewessler im Gespräch mit die „Kronen Zeitung“ über sein aktuelles Arbeitspensum. Er müsse derzeit “24 Stunden am Tag” mit seinem Team an Lösungen arbeiten, “derzeit stehen alle unter Strom”, sagte Minister Green.

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Neben der Energiekrise kämpft die österreichische Politik auch mit einer schweren Vertrauenskrise. Laut einer aktuellen Umfrage sagen 72 Prozent, dass die Koalition zu wenig gegen steigende Preise und drohende Gasknappheit tut. Schlechte Werte sieht Gewessler als „Aufruf zum Handeln für alle“; Daher ist es notwendig, sich zusammen mit der Opposition zu vereinen.

Das Ziel lautet: „Raus aus der Abhängigkeit, rein in die Erneuerbaren. Versorgungssicherheit mit anderen Lieferländern schaffen, Gasspeicher zu 80 Prozent füllen“, sagt Gewessler, der ergänzt „das schaffen wir nur gemeinsam“. Kritik an der SPÖ, die der Regierung vorwirft, “mutlos, willkürlich und hilflos” zu handeln, wird Gewessler vom Tisch wischen. Man hätte monatelang hart daran gearbeitet, die Krise zu meistern. Grundsätzlich sei der Minister für Kritik immer offen, erwarte in diesem konkreten Fall aber “eine gemeinsame Lösung von Problemen wie eine kurzfristige Parteipolitik”.

Was die hohen Stromkosten angeht, ein Deal dagegen. Nach den mächtigen ÖVP-Landesvorsitzenden Christopher Drexler und Johanna Mikl-Leitner kann auch Gewessler mit dem Vorschlag von WIFO-Chef Gabriel Felbermayr, die Stromrechnung zu begrenzen, etwas gewinnen. Den Haushalten würde ein Teil der Kosten für den Stromverbrauch in Form von staatlichen Krediten ausgezahlt. Für den Rest zahlen Sie den höchsten Marktpreis und sind dadurch motiviert, Strom zu sparen.

Gute Nachrichten hat Gewessler auch in Sachen Gasversorgung. In Zusammenarbeit mit der OMV wurden Transportkapazitäten von 40 Terawattstunden sichergestellt, was etwa 45 Prozent des jährlichen Gasverbrauchs in Österreich entspricht. Das Gas wird aus Norwegen, Rotterdam und Italien nach Österreich gelangen. Wenn der militante Wladimir Putin nach Wartungsarbeiten an der Pipeline Nord Stream 1 den Gashahn zudreht, weiß Gewessler schon jetzt: „Haushalte haben Vorrang vor Gasrationierung. Niemand in unserem Land darf eingefroren werden.“

Keine Koalitionsspekulationen

Gewessler will sich auch nicht auf Spekulationen über die mehrfach problematischen Punkte einlassen, wonach er die Grünen bei der nächsten Nationalratswahl anführen wird. Nach aktuellen Umfragen wäre eine Koalition mit SPÖ und NEOS möglich. Vorerst würden aber noch die Grünen mit der ÖVP regieren. Diese Zusammenarbeit ist nur unter bestimmten Bedingungen gefährdet. Gewessler sagt: „Für mich gibt es ein Szenario, in dem diese Zusammenarbeit gefährdet wäre. Wenn man sich auf nichts mehr einigen könnte und nichts weiter geht. Aber das sehe ich nicht. Wir machen große Fortschritte.“

Nav-Compte TK Zeit17.07.2022, 09:11 | Akt: 17.07.2022, 09:11

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