Simon Ehammer steht bei der Weltmeisterschaft in Eugene auf dem Podium. Bild: Tresorschlüssel
17.07.2022, 04:4417.07.2022, 12:58
Simon Ehammer gewann die Weitsprung-Bronzemedaille bei den Eugene-Weltmeisterschaften. Der Appenzeller erreichte 8,16 m. Der Sieg ging an den Chinesen Wang Jianan. Der Asiate überholte im letzten Anlauf mit 8,36 m den Griechen Miltiadis Tentoglou auf Rang zwei, der Olympiasieger musste sich trotz 8,32 m geschlagen geben. Auch der Kampf um Bronze war eng. Ehammer war nur einen Zentimeter vom Kubaner Maykel Masso entfernt.
Ehammers zweiter Sprung, der am Ende für eine Bronzemedaille reicht Video: SRF
Vielseitigkeitsathlet Ehammer hatte sich in Eugene nur für den Weitsprung entschieden, weil er nicht in so kurzer Zeit in den USA und drei Wochen später bei der EM in München zwei Zehnkampf-Events bestreiten wollte. Deshalb kündigte er bereits während der Hallensaison, in der er die Silbermedaille bei der Weltmeisterschaft im Siebenkampf gewann, an, den Weitsprung in den USA zu versuchen.
“In einer Meisterschaft haben sie den ersten, zweiten und dritten Platz. Und ich habe eins bekommen. Angesichts der Entfernung hätte ich mir etwas mehr zugetraut, aber das hat gereicht. Als Zehnkämpfer da oben sein zu dürfen, ist wunderbar. Ich bin rundum zufrieden mit dem Ergebnis und dass ich ein Stück Schweizer Leichtathletikgeschichte geschrieben habe. Aber ich bin hungrig auf mehr, nächstes Jahr werde ich es wieder versuchen, um zu sehen, was dabei herauskommt.
Simon Ehammer in seinem srf-WM-Wettkampf
In seiner bevorzugten Disziplin hat er diesen Sommer neue Massstäbe nach Schweizer Massstab gesetzt. Zunächst verbesserte der 22-Jährige den Landesrekord im Zehnkampf auf 8,30 m und schließlich nach Götzis auf 8,45 m. Eugene trat somit als Jahrgangsbester an und überflügelte nun die Spezialisten.
Das Interview mit Simon Ehammer integriert Video: SRF
Zuletzt feierte die Schweiz 2019 bei einer Outdoor-Weltmeisterschaft in Doha einen Medaillengewinn: Mujinga Kambundji gewann im Wüstenstaat Bronze über 200 m. Dieses Jahrhundert ist Viktor Röthlin zu verdanken (Bronze Marathon Osaka 2007). und André Bucher (Gold 800 m 2001 Edmonton). (tupfen / sda)
17. Juli 1994: Italien und Brasilien kämpfen im Finale der Weltmeisterschaft in Los Angeles um ihren vierten Titel. Nach 120 Minuten ohne Tore entscheidet ein Elfmeterschießen über den Weltmeistertitel. Drei Italiener gehen ihnen auf die Nerven, Superstar Roberto Baggio scheitert kläglich wie zuletzt.
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