“Meer Erde”
Der Ukrainekrieg offenbarte Österreichs Abhängigkeit von russischem Gas. Laut einer aktuellen Studie von Greenpeace und der ORF-Initiative „Mutter Erde“ lehnen die meisten Österreicher fossiles Gas als Energieträger ab.
24.05.2022 25.06.2022
Online seit gestern, 6.25 Uhr
Im Burgenland nutzen noch 36 Prozent aller Heizungen fossile Brennstoffe – Kohle, Öl oder Gas. Im österreichweiten Vergleich liegt das Burgenland bei der relativen Anzahl an Gasheizungen im ersten Negativfeld. Etwa ein Viertel der Burgenländer wird derzeit mit Gas befeuert.
Hoher Wechselwille im Burgenland
Allerdings sind im Vergleich zu Österreich jene Burgenländer, die ihre Immobilie mit fossilen Energieträgern heizen, besonders bereit, auf ein regeneratives System umzusteigen. Laut der Greenpeace-Umfrage und Mutter Erde sagten die meisten Befragten, dass sie diese Änderung in den nächsten drei Jahren vornehmen würden. Beim Ausbau von Wärmepumpen und Solaranlagen schneidet das Burgenland laut Greenpeace im österreichischen Vergleich bereits positiv ab. Mit derzeit 16 Prozent dieser Heizformen liegt das Burgenland im Spitzenfeld Österreichs.
Greenpeace kritisiert die Klimastrategie des Landes
Greenpeace kritisiert die Klimastrategie des Landes. Anders als beim Öl gibt es aus dem Gassektor keinen Ausstieg. Das Land weist die Kritik jedoch zurück und verweist auf die entsprechenden Umbau- und Finanzierungsangebote, die auch für Gas gelten. Beim Gasausstieg bei Neubauten verweist das Land auf den Bund, der diesen Ausstieg aus dem Erneuerbare-Wärme-Gesetz regeln und für eine ausreichende Finanzierung sorgen muss. Bislang liegen den Ländern aber nur Entwürfe vor, wie aus dem Büro von Landeshauptmann-Stellvertreterin Astrid Eisenkopf (SPÖ) hervorgeht.