Die Gesundheit
Halsschmerzen: Diese Hausmittel helfen wirklich
18.07.2022, 15:55 | Lesezeit: 3 Minuten
Coronavirus: Das sind die Symptome, also wird es übertragen
Coronavirus: Das sind die Symptome, also wird es übertragen
Da die Zahl der Corona-Neuinfektionen wieder zunimmt, machen sich viele Sorgen über Symptome. Deuten Niesen, laufende Nase, Hals- oder Erbrechen, Durchfall und Kopfschmerzen auf das Coronavirus hin? Dieses Video zeigt, wann man Alarm schlagen sollte.
zeigt die Beschreibung
Viele Menschen nehmen Halsschmerzen auf die leichte Schulter. Das kann nicht nur bei einer Kroneninfektion tödlich sein. Erklären Sie einen Experten.
Berlin. Jeder hat schon einmal Halsschmerzen beim Essen, Schlucken und Schlafen erlebt. Halsprobleme scheinen aufgrund der anhaltenden Kronenpandemie zugenommen zu haben. Hals-Nasen-Ohren-Arzt Frank Waldfahrer vom Universitätsklinikum Erlangen weiß, was hilft und was eine Infektion verschlimmern kann.
Doch aus seiner Sicht muss eine Kronenentzündung nicht zwangsläufig die Ursache für Halsschmerzen sein. „Es gibt auch keine Covid-spezifischen Halsschmerzen“, erklärt Waldfahrer. Die Symptome werden jedoch in der Regel durch eine Virusinfektion verursacht, beispielsweise durch Rhinoviren.
Rhinoviren sind das häufigste Virus beim Menschen und nach Expertenmeinung für mindestens die Hälfte der Erkältungsfälle verantwortlich.
Morgenpost von Christine Richter
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Halsschmerzen mit Kronenentzündung: Salbeitee statt Kamillentee
Oberstes Gebot bei Halsschmerzen ist die Zufuhr von viel Flüssigkeit. “Du musst viel trinken, aber achte darauf, dass es nicht etwas ist, das austrocknet, wie Kamillentee.” Der Oberarzt empfiehlt Salbeitee, der das Wachstum von Viren und Bakterien hemmt. Grundsätzlich ist aber auch Mineralwasser zu empfehlen, entweder aus der Flasche oder einer Soda-Kaffeemaschine. Vorsicht ist geboten bei Leitungswasser aus Altbauten, da diese teilweise verkeimte Leitungen enthalten.
Zunehmende Schmerzen sollten spätestens nach einigen Tagen ärztlich behandelt werden. „Bei einer Virusinfektion ist Ibuprofen das bevorzugte Medikament“, erklärt Dr. Holzfäller. Das abschwellende, schmerzstillende Mittel zeigt oft schon am ersten Behandlungstag seine Wirkung. Der HNO-Arzt rät von Aerosolen und Schmerzmitteln ab. “Es besteht die Möglichkeit einer Sensibilisierung durch Kontakt mit diesen Lokalanästhetika. Dies kann zur Entwicklung einer Allergie gegen diese Mittel beitragen.”
Halsschmerzen behandeln: Helfen Antibiotika?
Da Halsschmerzen meist durch Viren verursacht werden, helfen Antibiotika nicht. Eine unbehandelte Infektion kann bis zu 14 Tage lang Symptome verursachen. Halten die Beschwerden jedoch länger an, sollten Sie abklären, ob es sich nicht um eine bakterielle Infektion handelt; dann hilft meist nur noch eine antibiotische Behandlung.
Es ist auch wichtig, die Schmerzen mit einer Narkose nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. „Unbehandelt kann aus einer lokalen Infektion eine systemische Infektion werden. Dann droht eine Lungenentzündung oder sogar eine Sepsis“, warnt Waldfahrer. Häufiger sind schmerzhafte Abszesse im Bereich der Mandeln.
Ältere Menschen und Patienten mit Vorerkrankungen sollten laut dem Mediziner großzügiger mit Medikamenten behandelt werden, „um Komplikationen vorzubeugen“. Bei kranken Kindern hingegen ist keine wesentlich andere Behandlung erforderlich.
Bei Schmerzen und Fieber rät Waldfahrer zu einer ständigen Therapie. “Außerdem muss das Kind trinken, was es will.” Kranke Kinder übertragen Infektionen oft schnell auf ihre Eltern. Da die Isolation oft schwierig ist, sollten Eltern auch ihre eigene Gesundheit genau überwachen.
Die Studie zeigt: Rotalgen dienen der Prophylaxe
Laut dem Waldfahrer wirkt sich das Gurgeln positiv auf den Heilungsprozess aus. „Mit oder ohne Speisesalz ist eine Frage des persönlichen Geschmacks. Gurgeln hilft, den Hals mit Feuchtigkeit zu versorgen.“ Wenn Sie mit alkoholischen Produkten gurgeln, sind Sie ebenfalls auf der sicheren Seite.
Nasensprays mit dem Wirkstoff Carragelose gelten als prophylaktisch, wie eine Studie des Universitätsklinikums Erlangen zeigt. Die darin enthaltene Rotalge reduziert das Risiko einer Kroneninfektion um bis zu 80 Prozent und beugt so auch Halsschmerzen vor.
Dieser Artikel erschien zuerst auf morgenpost.de.