Die Hitzewelle erreicht Österreich

Bereits am Dienstag erreichen die Temperaturen 27 bis 35 Grad, in Vorarlberg und Tirol vielleicht sogar 36 Grad. Am Mittwoch erreichte die Hitzewelle in Österreich ihren ersten Höhepunkt, von Oberösterreich bis ins nördliche Burgenland auf bis zu 38 Grad möglich. Im Westen des Landes wird es jedoch nicht so heiß und es wird am Nachmittag punktuell stürmen.

Die weitere Entwicklung ab Donnerstag ist im Detail noch ungewiss. Die Hitzewelle dürfte anhalten, die meisten Computermodelle berechnen auch in der zweiten Wochenhälfte Höchstwerte von über 30 Grad und teilweise bis zu 38 Grad, aber nicht alle. Ob die Temperaturen neue Höchststände erreichen, ist unklar, aber nicht auszuschließen. Es ist derzeit voll geöffnet, wenn es deutlich und nachhaltig kühlt.

Österreich

Neusiedlersee: niedrigster Wasserstand seit Messbeginn

Die Waldbrandgefahr steigt

Die kommende Hitze wird zudem die Dürre in einigen Regionen des Landes verstärken. Dank nassem Juni sei die Lage noch nicht dramatisch, aber die Gefahr von Waldbränden werde in den kommenden Tagen zunehmen, sagte Mortimer Müller vom Institut für Bodenkultur der Universität für Forstwirtschaft (BOKU) am Montag.

Relativ gesehen ist die Brandgefahr im ostösterreichischen Unterland höher, aber da es nur wenige Waldgebiete gibt, bedeutet dies eine hohe Brandgefahr auf einem Acker. „Der östliche Alpenrand in Niederösterreich mit seinen Schwarzkiefernbeständen ist derzeit stärker durch Waldbrände gefährdet“, sagte der BOKU-Experte der APA. Der Neusiedlersee hat am Montag den niedrigsten Wasserstand seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1965 erreicht.

Das Gesundheitsministerium mahnt zur Vorsicht

Zwischen 2017 und 2019 lag die Zahl der zusätzlichen Hitzetoten zwischen 198 und 550 Menschen, so die Berechnungen des Modells der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES). In den Jahren 2016 und 2020 wurden keine weiteren Todesfälle verzeichnet.

So forderte das Gesundheitsministerium in einer Ausgabe auf, die drohende Hitzewelle ernst zu nehmen, sich in kühlen Räumen aufzuhalten, körperliche Anstrengung zu vermeiden und ausreichend zu trinken: „Achten Sie besonders auf Kleinkinder, ältere Menschen und chronisch Kranke in der Familie, im Freundeskreis und in der Nachbarschaft. Bieten Sie Unterstützung an, wo Sie können“, sagte Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne).

Telefonieren

Die Hotline des Gesundheitsministeriums ist 24 Stunden am Tag unter 050 555 555 für alle Fragen erreichbar. Rufen Sie in akuten Fällen die Gesundheitsrufnummer 1450 an, im Notfall muss der Rettungsdienst verständigt werden.

Laut AGES-Experten ist es besonders wichtig, sich an heißen Tagen kurz im Freien aufzuhalten und ausreichend zu trinken. Ausgiebiges Lüften morgens, abends und abends und die Verdunklung der Räume tagsüber schaffen möglichst erträgliche Temperaturen.

Die am stärksten betroffenen städtischen Gebiete

Eine gängige Definition einer Hitzewelle ist, wenn die Temperaturen an mindestens drei aufeinanderfolgenden Tagen über 30 Grad steigen. Die Maßnahmen nach dem seit 2017 geltenden Wärmeschutzkonzept sind von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich.

Extrem feuchter

Obwohl sich einzelne Extremereignisse nicht direkt auf eine konkrete Ursache zurückführen lassen, ist laut Weltklimarat klar, dass Extremwetterereignisse wie Überschwemmungen, Stürme und Hitze infolge der Klimakrise häufiger und intensiver werden. . Das bedeutet: Regenfälle und Stürme werden intensiver, Hitzewellen heizen sich auf und Dürren trocknen aus.

Dies hat mit den geografischen und klimatischen Besonderheiten der verschiedenen Gebiete zu tun. „Während Hitzewellen sind städtische Gebiete tendenziell viel stärker betroffen als ländliche Gebiete, vor allem, weil die Nachttemperaturen in Städten weniger sinken als auf dem Land“, sagte die APA des Gesundheitsministeriums.

Konstant hohe Temperaturen spiegeln sich auch in der Zahl der Rettungseinsätze wider. „Hitze ist eine große Belastung für den menschlichen Körper. Wenn Hitzewellen mehrere Tage andauern und tropische Nächte mit sich bringen, wird der Körper besonders beansprucht. Babys, Kleinkinder und ältere Menschen sind besonders von der Hitze betroffen“, sagt Corina Had, Sprecherin des die Wiener Berufsrettung.

ORF.at/Christian Öser Temperaturen über 30 Grad sind in Städten besonders stressig

Der Rekord für Hitzeeinsätze im Wiener Berufsrettungsdienst wurde erst kürzlich, im Juni 2021, aufgestellt: Damals mussten 1.191 Geräteeinsätze in 24 Stunden, oft aufgrund von Hitze-Notfällen, eingesetzt werden. Normalerweise seien es im Schnitt 800 bis 900 Einsätze im gleichen Zeitraum, hieß es damals. In diesem Jahr gab es immer wieder atypische Fälle von Tagen mit mehr als 1.000 Einsätzen, aber nicht immer aufgrund von Hitze und Schwankungen.

Es erhöht auch das Unfallrisiko

Ähnliche Beobachtungen gibt es in den Bundesländern beim Roten Kreuz, insbesondere in den Landeshauptstädten, wie die Pressestelle mitteilte. „Hitzeoperationen“ werde es nicht ausdrücklich genannt, da Menschen bei inneren Problemen oft den Notruf wählen und beispielsweise über Schwindel, Bluthochdruck oder Kreislaufprobleme klagen, dies liege aber zum Teil an Ausflusstemperaturen, sagte er.

„Bei gutem Wetter sind die Menschen auch mehr im Freien unterwegs und daher häufen sich zu dieser Jahreszeit sowohl Freizeit- und Sport- als auch Bade- und Zweiradunfälle“, so das Rote Kreuz.

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