Urlaubsfamilie vor dem Klettersteig gerettet

Chronik

Bergwacht hat eine Familie vom Klettersteig Mahdlgupf in Steinbach am Attersee (Bezirk Vöcklabruck) abgeholt. Der Jüngste, ein fünfjähriger Junge, konnte nicht weiter gehen. Kritik an Bergrettern: Die Strecke sei für die Familie zu schwierig gewesen.

19.07.2022 31.12

Online ab heute, 12.31 Uhr

Bergretter kamen der Dresdner Ferienfamilie rechtzeitig zu Hilfe. Das 12-jährige Mädchen und ihre 5- und 7-jährigen Geschwister waren erschöpft. „Einige Kinder haben schon geweint, waren erschöpft und sehr froh, etwas zu trinken mitgebracht zu haben“, sagt Stephan Santer, Einsatzleiter der Bergrettung Steinbach am Attersee.

Der Computer war veraltet

Die Ausstattung der Familie sorgte bei den Helfern für große Überraschung. “Die Kinder trugen Fahrradhelme, einen kombinierten Gürtel, aber mit zwei alten Schlingen und Karabinern und Bergsandalen.” Bergwachtmeister Stephan Santer beschreibt, dass es fahrlässig und leichtsinnig sei, sich mit Kindern auf einen Ausflug zu begeben. Den Mahdlgupf-Klettersteig bestieg die Familie erst mittags. „Die Familie hat die Strecke total unterschätzt, das war nicht das Richtige für sie.“

Auf halbem Weg zurück

Als dem Kleinen nach über vier Stunden die Kraft ausging, drehte die Familie um. Er war noch nicht einmal auf der Hälfte des Klettersteigs. Den Klettersteig hinabzusteigen sei mit Kindern eine große Herausforderung, sagt Santer.

Hilfe wurde verweigert: Andere Bergsteiger alarmierten die Polizei

Die Eltern lehnten die Hilfe anderer Bergsteiger ab, die den Ernst der Lage erkannten. Glücklicherweise alarmierten die Bergsteiger trotzdem die Polizei. Fünf Bergretter kletterten hinauf und brachten die Familie kurz vor Einbruch der Dunkelheit sicher ins Tal.

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