Gepostet am 19. Juli 2022, 14:57 Uhr
Hohe Wassertemperaturen: Mit der Hitze kommen jetzt auch Quallen aus Schweizer Seen
Anhaltend hohe Temperaturen begünstigen die Entwicklung von Süßwasserquallen. Für Badegäste sind sie ungefährlich.
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Quallen werden hauptsächlich mit dem Meer und nicht mit den Schweizer Seen in Verbindung gebracht. Aber auch am Bodensee und am Zürichsee findet man Quallen.
Seeforschungsinstitut (ISF), Langenargen
«Aufgrund der anhaltenden Temperaturen ist in den nächsten Wochen mit Süsswasserquallen im Zürichsee zu rechnen», teilte das Zürcher Bauamt auf Anfrage mit.
20min / Taddeo Cerletti
Dieses Exemplar wurde 2013 von einem Leser im Luganersee entdeckt. Es ist die gleiche Art wie im Zürichsee.
20min / News-Scout
An warmen Tagen und bei hohen Wassertemperaturen ist es möglich, Quallen in den geschützten Buchten des Bodensees und des Zürichsees zu finden. «Aufgrund der anhaltenden Temperaturen ist in den nächsten Wochen mit Süsswasserquallen im Zürichsee zu rechnen», teilte das Zürcher Bauamt auf Anfrage mit. Ein Sprecher der Internationalen Gewässerschutzkommission Bodensee IGKB erklärt: „Sollten sich in diesem Sommer in den kommenden heißen Tagen und Wochen einzelne Teile des Bodensees auf über 25 Grad aufheizen, besteht die reale Möglichkeit, dass Quallen darin zu sehen sind das Freie.
Damit sich Süßwasserquallen der Gattung Craspedacusta sowerbii entwickeln können, sind Wassertemperaturen über 25 Grad erforderlich. Erst dann können sich Quallen von dem anhaftenden Polypen befreien und frei im Wasser schwimmen. Die Süßwasserqualle stammt ursprünglich aus Ostasien, hat sich aber inzwischen in Europa vollständig etabliert. Quallen sind sehr klein, etwa zwei Zoll im Durchmesser, und für den Menschen harmlos. Gemäss Bauamt Zürich können die Nesselzellen von Süsswasserquallen nicht in die menschliche Haut eindringen. Die letzten Sichtungen am Boden- und Zürichsee wurden 2018 registriert.
Quallenplage verdirbt die Feiertage
An den Stränden Korsikas und der Côte d’Azur werden seit Beginn des Sommers Quallenblüten produziert. Auch die Adriaküste wird laut internationalen Medienberichten in diesem Jahr regelrecht „überschwemmt“. Die Folge: Manchmal ist es für Urlauber unmöglich, ins Wasser zu kommen. Schweizer Reiseanbieter beobachten die Situation sehr genau, sagte ein Kuoni-Sprecher auf Anfrage. Wenn sich die Situation verschlechtert, werden Maßnahmen ergriffen.
Quallen verderben derzeit vielen Badegästen an den Stränden Korsikas und der Côte d’Azur den Urlaub.
Video: 20min / Melchior Kall
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