Schwingen: Der Königscheck: Obwaldner wird zur großen Überraschung!

Real

Der viermalige Saisonsieger Samuel Giger und der sensationelle Heber Pirmin Reichmuth waren am vergangenen Wochenende nicht im Einsatz. Reichmuth spielt am kommenden Sonntag das Rangfest am Zugerberg, Giger kehrt in zwei Wochen am Brünig in den Ring zurück.

Abschluss der Kandidaturen

Adrian Walther hinterließ im Kanton Bern bis zum Schluss einen fast unwiderstehlichen Eindruck, mit König Kilian Wenger und dem viermaligen Eidgenössischen Thomas Sempach zermalmte der 20-Jährige zwei ganz Bösewichte. Dass Kilchberg-Sieger Fabian Staudenmann auch rechtzeitig für die Bundesebene aufsteigen wird, deutete sich schon vor dem Vorjahressieg gegen Walther an, im Duell gewann er gegen Oberlandmeister Simon Anderegg. Wenger kassierte gegen Walther seine erste Niederlage der laufenden Kranzfest-Saison, aber in Pratteln ist der König von 2010 mindestens so stark wie Florian Gnägi (5. Platz), Armon Orlik und Joel Wicki.

Die Überraschung der Woche

Ueli Rohrer aus Obwalden hat mit einer Körpergrösse von 1,77 Metern mässige körperliche Voraussetzungen für den Ringkampf. Bei seinem Auftritt als Gast im Bernbiet wird der 23-Jährige dennoch zum „Riesenkiller“. Im vierten Gang schluckt er Matthias Aeschbacher (30, 1,91 Meter, 120 Kilo, 74 Kronen) ab, kämpft dann gegen einen Staudenmann-Mann. Als Belohnung erhielt der Urschweizer die begehrte Berner Krone.

Der Schock der Woche

Roger Rychen gewann die Krone in den letzten beiden Bundesmannschaften, und vor zwei Monaten holte der 31-Jährige seinen ersten Sieg am Kronenfest im Kanton Zürich. Im Kanton Bern hingegen fliegt der Glarner nach Niederlagen gegen Florian Gnägi, Stephan von Büren und Konrad Steffen in hohem Bogen aus den ersten Reihen. Auch Severin Schwander, der im vergangenen Jahr Christian Stucki beim Unterverbandsfest «Mutzen» besiegte, verpasste den begehrten Eichenlaub in der Stockhorn Arena.

Beim Erhitzen

Entgegen seiner ursprünglichen Planung wird König Stucki am Samstag in Weissenstein wegen eines Muskelfaserrisses, den er sich vor zwei Wochen zugezogen hat, nicht in die Pedale treten können. Die Teilnahme am ESAF ist derzeit jedoch nicht gefährdet. Auch Stuckis Teamkollege bei den Bernern, Michael Wiget, muss sein Comeback verschieben. Der letzte Läufer der letzten Schwägalp-Schwinget, der von einer Schleimbeutelentzündung im Knie zurückgezogen wurde, glaubt noch immer an seinen Abgang in die Eidgenossenschaft.

Untersuchungen bei Michael Ledermann (21), der sich im dritten Gang im Kanton Bern an der rechten Schulter verletzte, haben ergeben, dass das AC-Gelenk beschädigt ist. Eine Teilnahme am ESAF sollte jedoch im Rahmen der Möglichkeiten liegen. Dazu muss sich der Schwarzenburger allerdings einer intensiven sechswöchigen Physiotherapie-Sitzung unterziehen.

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