Luisa Neubauer wirft Olaf Scholz Nazi-Vergleiche vor

Deutschland „So skandalös“

Klimaaktivisten inszenieren den Umbruch: Neubauer wirft Scholz Nazi-Vergleiche vor

Stand: 10:06 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten

„Wollen wir, dass Putin weiterhin mit unseren fossilen Brennstoffen auf Krankenhäuser schießt?“

Russlands Krieg gegen die Ukraine ist auch ein Krieg gegen fossile Brennstoffe. „Die einzigen Energiequellen, die sich in den letzten Wochen nicht verteuert haben, sind Sonne und Wind“, sagt Luisa Neubauer, Initiatorin von Fridays for Future Deutschland.

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Hat Olaf Scholz im Kirchentag Klimaaktivisten mit den Nazis verglichen? Tage später wirft Luisa Neubauer der Kanzlerin zumindest historischen Relativismus vor und gleichzeitig die Klimakrise kleinzureden.

Der Vorwurf kommt spät, aber mit voller Wucht: Klimaaktivistin Luisa Neubauer warf Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) vor, “Klimaaktivisten mit Nazis” zu vergleichen. Damit relativiere er das NS-Regime, „und paradoxerweise auch die Klimakrise“, schrieb Neubauer am Sonntagabend auf Twitter.

„Sie stilisiert den Klimaschutz zu einer Ideologie mit Parallelen zum NS-Regime. Im Jahr 2022. Jesus. Es ist ein Skandal.”

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Der Vorfall mit Neubauer hatte sich bereits am vergangenen Freitag ereignet. Wie verschiedene Medien, darunter WELT, berichteten, war der Auftritt der Kanzlerin beim Kirchentag in Stuttgart von mehreren Aktivisten unterbrochen worden.

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Scholz kritisierte die Frage dann mit Hinweis auf auf die Vergangenheit gerichtete Störaktionen, zog aber keinen direkten Vergleich mit den Nazis und ließ offen, worauf er sich bezog. Seine Worte könnten auch als Anspielung auf den Umsturz der Tatsachen durch radikalisierte Studentengruppen in den 1970er Jahren verstanden werden, einer Spätzeit, in der er selbst gelebt hatte.

Unerbittliche Aktivisten für Bergleute

Ein Aktivist hatte während des Auftritts des SPD-Politikers versucht, den Tatort zu stürmen, wurde aber von Sicherheitskräften gestoppt und abgeführt. „Tondarias“ nannte es ein anderer Aktivist, als Scholz vom Ausstieg aus der Kohleverstromung und den damit einhergehenden Arbeitsplatzverlusten im Tagebau sprach.

Der Störer – ganz in Schwarz gekleidet – tauchte am vergangenen Freitag in der Rede von Scholz auf

Quelle: dpa

Scholz kommentierte die Unterbrechung mit den Worten: “Ich bin ehrlich, diese schwarz gekleideten Inszenierungen bei diversen Veranstaltungen der gleichen Leute erinnern mich immer an längst vergangene Zeiten, Gott sei Dank.”

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Dazu gehöre auch eine „schauspielerische Leistung, bei der man sich immer selbst in Szene setzt“, sagte er. „Ich bin zu Veranstaltungen gegangen, da waren fünf Leute, die gleich angezogen waren, alle hatten eine geübte Einstellung, und (sie) tun es immer wieder.“ Dies ist keine Diskussion. “Das ist keine Diskussionsbeteiligung, sondern der Versuch, Ereignisse für eigene Zwecke zu manipulieren. Das sollte man nicht tun.”

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