“Mission vorerst vollständig erfüllt …”, sagte der britische Premierminister Boris Johnson (58) fasste am Mittwoch seine Amtszeit im britischen Parlament zusammen und verabschiedete sich vom Kult-Satz „Terminator“: „See you, Baby“ (deutsch: „Auf Wiedersehen, Baby“).
► Der Johnsonator!
Hat nur ein Filmliebhaber oder der Noch-Ministerpräsident in seinen Abschiedsworten schon eine mögliche Rückkehr in die Politik angekündigt?
Anfang Juli kündigte Johnson seinen Rücktritt als Vorsitzender der Konservativen Partei und später auch als Regierungschef an. Damit erlag er schließlich dem Druck seiner Partei, nachdem bereits knapp 60 Regierungsmitglieder aus Protest gegen Johnson seinen Rücktritt angekündigt hatten.
Boris Johnson (58) am Mittwoch im Londoner Unterhaus
Foto: Reuters
„Ich möchte, dass Sie wissen, wie traurig ich bin, den besten Job der Welt zu verlassen“, sagte Johnson damals in seiner Erklärung an die Nation. Er bleibt offiziell bis Anfang September als Ministerpräsident im Amt, dann werden die Konservativen eine Entscheidung über einen neuen Parteivorsitzenden und damit den neuen Ministerpräsidenten bekannt geben.
▶︎ Am Mittwochnachmittag wurde zudem entschieden, welche zwei Kandidaten in einer zweiten Runde gegeneinander antreten: Ex-Finanzminister Rishi Sunak (42) gegen Außenministerin Liz Truss (46). Sie setzten sich in mehreren Wahlgängen durch, nun wählen die rund 200.000 Aktivisten der Partei per Briefwahl den neuen Parteivorsitzenden.
Sie sind noch im Rennen um die Nachfolge von Johnson: Außenministerin Liz Truss (46) und Ex-Finanzminister Rishi Sunak (42)
Foto: DANIEL LEAL TOLGA AKMEN / AFP
Ein Wettbewerb, der Johnson selbst offenbar nicht so sehr am Herzen liegt. „Ich verfolge ihn nicht sehr genau“, sagte er über seine möglichen Nachfolger. Jeder der damals drei möglichen Kandidaten wäre in der Lage, den Job zu erledigen, sagte Johnson, “so wie ein guter Mehrzweckreiniger den Boden reinigt”.
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Er fand viel heldenhaftere Worte für seine eigene dreijährige Amtszeit.
Er wurde dafür gelobt, dass er dazu beigetragen hat, seiner Partei die größte Mehrheit seit 40 Jahren zu verschaffen. Zum Brexit sagte Johnson: „Wir haben unsere Demokratie reformiert und unsere nationale Unabhängigkeit wiederhergestellt.“ Und: „Ich habe dazu beigetragen, dass dieses Land die Pandemie der Krone überwunden hat, und ich habe dazu beigetragen, ein anderes Land vor der Barbarei zu retten.“
Johnson fasste seine Amtszeit als „das größte Privileg“ seines Lebens zusammen.
Freunde der Party verabschiedeten sich und feierten schließlich mit tosendem Applaus.
Bis bald Boris.