Waldinventur: Flächenquote trotz negativer Einflüsse erhöht

Insgesamt stellt dies eine Fläche von mehr als vier Millionen Hektar dar, wobei der größte Teil des Wachstums in den Bergregionen des Westens verzeichnet wird, entweder durch Aufforstung oder natürlich. „Der Klimawandel führt zu einem Anstieg der Baumgrenze, aber das geschieht sehr langsam“, sagte der Leiter des Bundeszentrums für Forstwirtschaftliche Forschung (BFW), Peter Mayer, auf einer gemeinsamen Pressekonferenz in Wien.

Auch die Waldinventur zeigt, dass derzeit 89 Prozent des Aufwuchses geerntet werden, vorher waren es nur zwei Drittel. Doch hier kommen negative Einflüsse ins Spiel, denn nur ein Teil ist eine Ernte, die sich die Forstwirte wünschen, den Rest erzwingen die eingangs erwähnten Stürme oder die Borkenkäfer, wenn sie die schwächelnden Bäume befallen. . für die Dürre: „Der Anteil der Nutzungen durch ungeplante Natureinflüsse hat in den letzten Jahren zugenommen“, resümierte die Landwirtschaftsministerin.

Laut seiner Stellungnahme zur Forststrategie der EU will Totschnig die EU bei der möglichen künftigen Nutzung des österreichischen Waldes unterstützen. Dazu kämen einige Leitlinien, in denen er klar zum Ausdruck bringt, dass er “für aktives Management und nicht für eine Position des Nichtgebrauchs” sei. Sie würden mit anderen waldreichen EU-Ländern zusammenarbeiten. „Es wird bestimmte Anforderungen für einen strengen Schutz geben, aber die Verhandlungen laufen noch“, sagte der Minister.

Mit knapp 50 Prozent Wald im Staatsgebiet liegt Österreich deutlich über dem EU-Durchschnitt, die drei waldreichsten Bundesländer sind die Steiermark mit 62 Prozent, Kärnten mit 61 Prozent und Salzburg mit 52 Prozent, Wien rangiert natürlich auf dem letzten Platz Stadt. , weist aber immer noch auf 22 Prozent der Waldfläche hin. Weitere Daten aus der aktuellen Waldinventur zeigen, dass die Fichte mit rund 46 Prozent nach wie vor die häufigste Baumart in Österreich ist. Generell geht der Trend zum Mischwald. Dies garantiere die Biodiversität, so Mayer, mit einem insgesamt achtprozentigen Zuwachs an Laubholz und einem sechsprozentigen Zuwachs an Laubmischbäumen, während der reine Nadelwald einen gleichen Rückgang zeige.

„Deadwood ist in den letzten Jahren um 18 Prozent gestiegen“, so Mayer weiter. Das mag negativ klingen, ist aber ein weiterer positiver Aspekt im Bereich Biodiversität: Faulendes Holz dient Tieren und Pflanzen als Nist-, Entwicklungs-, Nahrungs- oder Überwinterungshabitat. Richtig negativ hat sich hingegen das Verhältnis von Wald und Jagd entwickelt, letzteres stellt ein wachsendes Problem in der Waldverjüngung dar: 420 Hektar wurden durch Schiffahrt geschädigt, hier ist also eine Trendwende nötig. Besonders schwierig ist der Aufbau von Schutzwäldern, auch hier würde es zu „Schälschäden“ kommen.

Insgesamt ist der Wald auch eine wichtige Lösung im Kampf gegen den Klimawandel. „Damit die Klimaanlage weiterhin funktioniert, ist eine aktive Waldbewirtschaftung wichtig“, sagte Totschnig und verwies auf den 350 Millionen Euro schweren Waldfonds zur Entwicklung „klimafreundlicher Wälder“. Auch der Wald werde Opfer der Klimakrise, aber die Situation in Österreich sei noch nicht so akut wie in Südeuropa, sagte BFW-Direktor Mayer. Aber mit fortschreitendem Klimawandel wird dieses Problem auch Österreich betreffen. Dieser Herausforderung würden sich die Bundesforste stellen. In diesem Zusammenhang wurde das „Waldbrand-Aktionsprogramm“ erwähnt, das demnächst vorgestellt wird, und die Wiederaufforstung beantwortet bereits die Frage, denn „ein widerstandsfähigerer Wald soll der Wald der Zukunft werden“.

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