Berlin ist der nördlichste Punkt in Deutschland, an dem bisher die Asiatische Tigermücke nachgewiesen wurde: Sie überträgt unter anderem das Dengue-Virus. Nun wurde bestätigt, dass das Insekt auch hier überwintert.
In einem Berliner Kulturgarten in Treptow-Köpenick ist die Asiatische Tigermücke erneut nachgewiesen worden. Wie die Senatsgesundheitsverwaltung am Donnerstag mitteilte, deutet dies darauf hin, dass das Insekt in der Stadt überwintert hat. Zudem ist eine dauerhafte Ansiedlung zu befürchten.
Berlin ist bisher der nördlichste Punkt in Deutschland, an dem Asiatische Tigermücken und ihre heimische Brut nachgewiesen werden konnten. Die Asiatische Tigermücke gilt als potenzieller Überträger verschiedener Krankheitserreger wie Dengue-Virus, Chikungunya oder Zika. Infolge des Klimawandels findet man ihn auch immer mehr in Mitteleuropa.
Einige Exemplare wurden seit 2017 in Berlin gefunden. Das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) bittet die Öffentlichkeit, Exemplare verdächtiger Mücken an den Deutschen Mückenatlas zu senden. So sollen mögliche weitere Populationen frühzeitig gefunden und bekämpft werden.
Die Asiatische Tigermücke hat am ganzen Körper ein Muster aus schwarzen und weißen Streifen. Mit einem halben bis einem vollen Zentimeter ist sie im Vergleich zu einheimischen Mücken eher klein.
Da sie zur Fortpflanzung kleine Gefäße mit stehendem Wasser verwenden, rät der Lageso davon ab, stehendes Wasser zum Beispiel in Eimern oder Gießkannen zu sammeln. Regentonnen sollten gegen Mücken abgedeckt werden.
Ausstrahlung: Inforadio, 21. Juli 2022, 11:12 Uhr