An kalte Duschen oder Erfrierungen wegen Gasmangels glaubt Söder nicht

Der CSU-Chef kritisiert die Forderung der Grünen, privat Energie zu sparen. Stattdessen sind Konzepte gefragt, um neue Energiequellen zu finden.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat die Idee kritisiert, wegen einer drohenden Gasknappheit weniger kalt zu duschen oder zu heizen. „Entscheidend sind aber nicht die Ausnahmeanträge, sondern die entscheidende Frage, woher wir derzeit wie viel Energie beziehen. Die Wahrheit liegt also am Ende nicht in der Dusche, sondern in der Gasleitung“, so Söder sagte der „Spiegel“. Sparforderungen „sind dem Ernst der Lage nicht angemessen“.

Der CSU-Chef wehrt sich gegen die Kritik, Söder gehe es mehr um die Interessen der Deutschen als um die Ukrainer: Bayern beherberge mehr Flüchtlinge aus der Ukraine als andere Bundesländer. Aber es bewegt ihn auch, wie Deutschland jetzt durch den Winter geht, wo auf “kalte Wohnungen” und “Megainflation” hingewiesen wird. Derzeit plant Söder keine Reise in die Ukraine, weil es nicht sein Job ist. “Es gab keinen deutschen Ministerpräsidenten in Kiew.”

Angesprochen auf die bayerischen Landtagswahlen im nächsten Jahr wies Söder eine mögliche schwarz-grüne Regierung zurück: „Bisher haben sich die bayerischen Grünen nur als tapfere Verteidiger Berlins hervorgetan.“ In Bayern hingegen wird eine bürgerliche Regierung angestrebt. Jeder Landesverband entscheide selbst, mit wem er zusammenarbeite, “aber die Union darf sich nicht vom ersten Moment an schwarz auf grün betrinken.”

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