Virtueller Gipfel der Bundesstaaten am Quarantänemontag

In der Debatte um einen möglichen Ausstieg aus der Quarantäne für Corona-Infizierte soll bald eine Entscheidung fallen. Am Montagnachmittag werde es einen virtuellen Austausch zwischen Bundesregierung und Landeshauptleuten zu Corona-Themen geben, bei dem auch die „verschiedenen Möglichkeiten zur Neuordnung der Isolation von Infizierten“ erörtert würden, teilte das Gesundheitsministerium am Sonntag gegenüber der „APA“ mit.

Die Entscheidung, die Quarantäne zu verlassen, sei jedenfalls noch nicht endgültig gefallen, wird betont. Vor wenigen Tagen wurde ein Verordnungsentwurf bekannt, wonach Verkehrsbeschränkungen künftig nur noch für Corona-Infizierte gelten sollen. Wenn Sie also mit einer Maske infiziert sind, können Sie sich fast überall frei bewegen. Betretungsverbote bestehen nur an bestimmten Orten (Krankenhäuser, Pflege- und Behinderteneinrichtungen, Kindergärten, Grundschulen und Horte), nicht jedoch für Beschäftigte.

Auf der Agenda des virtuellen Bund-Länder-Treffens stehen neben der Quarantäne auch Themen wie die bundesweite Verteilung von Covid-19-Medikamenten, die bisher hauptsächlich in Wien eingesetzt werden, und die Registrierung von Daten in der Registrierung von Covid-19-Medikamenten. 19. . Die Qualität und der Umfang der von den Ländern gemeldeten Daten sind immer noch sehr unterschiedlich, was die Kontrolle der Pandemie erschwert. „Bei all diesen Fragen ist eine enge Abstimmung zwischen Bund und Ländern wichtig“, heißt es in der Stellungnahme des Ressorts. Dort sollten jedoch keine formellen Entscheidungen getroffen werden.

Wer von Bundesseite neben Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) an der Berufung teilnehmen wird, ist noch nicht entschieden. Jedenfalls wird er am nächsten Tag auch mit den Landesgesundheitsberatern Rücksprache halten, ein schon länger vereinbarter Termin. Allerdings wird die künftige Regelung der Isolation von Corona-Infizierten ein Thema sein.

Ob die künftige Regelung beim Sommerministerrat am Mittwoch in Mauerbach kommuniziert wird, steht laut Gesundheitsministerium noch nicht fest. Dies hängt von den endgültigen Abstimmungen mit den Ländern ab. Rauch setzt jedenfalls auf ein einheitliches Vorgehen auf nationaler Ebene.

In den SPÖ-regierten Bundesländern Wien, Kärnten und Burgenland hatten zuletzt Überlegungen zur Abschaffung der Quarantäne für Unruhe gesorgt. Man habe davon durch die Medien erfahren, kritisierte Peter Kaiser aus Kärnten am Sonntag in der „Kronenzeitung“. Inhaltlich bezeichnete er das Vorhaben gegenüber oe24.TV als „unergründlichen Unsinn“. Der Gesundheitsstadtrat der Stadt Wien, Peter Hacker (SPÖ), sprach kürzlich davon, dass das Gesundheitsministerium resigniert habe, die Quarantäne in jedem Fall aufrechterhalten zu wollen.

Ob einzelne Bundesländer strengere Regeln erlassen könnten, konnte am Sonntag aus dem Gesundheitsministerium noch nicht gesagt werden. Dies wird noch rechtlich geklärt. In Wien beispielsweise werden in Bezug auf die besondere Situation als Zwei-Millionen-Stadt während der Pandemie meist strengere Maßnahmen angewandt.

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