Es war ein Motivationsschub für Rapid vor dem Rückspiel der Conference-Qualifikation gegen Lechia Gdansk. Vier Tage vor dem Polen-Spiel (Hinspiel 0:0) hatte Trainer Ferdinand Feldhofer mit Dragoljub Savic und Nikolas Sattlberger zwei Debütanten in der Startelf. Emanuel Aiwu hatte Fieber, der erkrankte Yusuf Demir und Patrick Greil (beide Adduktorenprobleme) standen ebenfalls nicht im Kader. In Riedern debütierte der vom FAC zurückgekehrte David Ungar in der Innenverteidigung im Oberhaus.
Die Gastgeber wollten schnell ein Zeichen setzen, doch die organisierten Innviertler ließen kaum etwas zu. Der Ex-Rieder Marco Grüll hat einmal erreicht, sein Schuss geht klar daneben (6.). Dann waren die Gäste an der Reihe. Julian Wießmeier tauchte in der 8. Minute erstmals gefährlich vor Niklas Hedl auf, ehe ein Freistoß von Stefan Nutz Freund und Feind nur an den Pfosten traf (13.). Rapids Siegesserie gegen Ried – es sollte der 14. Heimsieg in Folge sein – geriet arg ins Stocken.
Rapid feiert den Sieg über Ried
Rapid Wien ist mit einem knappen Sieg in die neue Bundesliga-Saison gestartet. Die Hütteldorfer schlugen den SV Ried dank eines Treffers von Bernhard Zimmermann mit 1:0.
Immer gefährliche Gäste
Ried ließ sich vom frühen Ausfall von Mittelfeldspieler Nikola Stosic nicht beirren. Die Mannschaft von Trainer Christian Heinle kombinierte gut und souverän, ließ Rapid zeitweise laufen und hatte vor der Pause noch zwei Großchancen. Kapitän Marcel Ziegl kam nach einem Foulspiel frei, köpfte aber sehr knapp (40.). In der Nachspielzeit schoss Nutz zu zentral auf Hedl.
Die Hütteldorfer boten nur Stück für Stück einen Angriff, der schlecht integrierte Guido Burgstaller machte Meter vergebens. Eine klare Chance konnten sich die Rapid nicht erarbeiten. Beim Betreten der Kabine sah Feldhofer nach einem Streit mit Ried-Spielern die Gelbe Karte, nachdem diese bei einem am Boden liegenden Rapidler den Ball nicht rausgetreten hatten.
Änderungen beleben das Spiel
Feldhofer reagierte nach knapp einer Stunde auf die Leistung seines Teams. Statt der wirkungslosen Savic und Knasmüllner sollten Nicolas Kühn und Zimmermann die Offensive beleben. Er musste sofort richtig liegen: Zimmermanns Schuss ging über das Tor (61.), Grüll kam nicht an Rieds Schlussmann Samuel Sahin-Radlinger vorbei (63.). Burgstaller deutete auf die kurze Ecke, Sahin-Radlinger ist wieder da (68.) und pünktlich zu Beginn der Viertelstunde für Rapid vor Zimmermann.
Ried hätte das Blatt wenden können. Nach einem Fehler im Aufbauspiel der Wiener hatte der eingewechselte Denizcan Cosgun Platz und schlug den Ball an die Innenlatte. Praktisch auf Konter vollendete Zimmermann den Torblock: Nach schwachem Erstkontakt machte der Stürmer im Strafraum Platz und schloss gut ab. Rapid vergab durch Kühn und Zimmermann die besten Chancen auf das 2:0.
Stimmen im Spiel
Ferdinand Feldhofer (Rapid-Trainer): „Pflicht getan, unterm Strich wird sich in zwei, drei Tagen niemand mehr fragen, wie wir die drei Punkte geholt haben. Man könnte sagen, es war nach den ersten 60 Minuten ein glücklicher Sieg, aber im Finale war es verdient. Wie schon in den ersten beiden Spielen haben wir uns das Leben schwer gemacht, aber bei der Chancenverwertung ist noch Luft nach oben. Wir sind mit der Rotation riskiert, mit Zimmermann und Kühn hatten wir etwas hinzuzufügen. In den letzten 30 Minuten waren wir deutlich besser .”
Christian Heinle (Trainer Ried): „Das ist extrem bitter. Ich kann mich nicht erinnern, wann Ried bei Rapid so viele Torchancen hatte. Wir hatten ein paar Topspieler und müssen zur Halbzeit führen. Wir wollten die Szene feiern vor dem Tor und dann haben wir im Konter das Tor gemacht. Wir waren zeitweise die bessere Mannschaft, aber als Rapid eingewechselt wurde, waren wir am Rande. Wir können immer noch keine 90 Minuten so spielen, wie ich es mir vorstelle. “
Admiral Bundesliga, erste Runde
Sonntag:
SK Rapid Wien – SV Guntamatic Ried 1:0 (0:0)
Wien, Allianz Stadion, 13.800 Zuschauer, SR Altmann
Tor: Zimmermann (77.)
Schnell: Hedl – Koscelnik (46./Schick), Sollbauer (80./Hofmann), K. Wimmer, Auer (73./Moormann) – Pejic, Sattlberger – Savic (57./Kühn), Knasmüllner (57./Zimmermann), Grüll – Burgstaller
Ried: Sahin-Radlinger – Ungar (82./Chabbi), Lackner, Plavotic – Wießmeier (67./Cosgun), Ziegl, Stosic (16./Martin), Pomer (82./Weberbauer) – Nutz, Mikic (67. / F. Seiwald) – Monschein
Gelbe Karten: Koscelnik, Pejic, Trainer Feldhofer und Cosgun
Die Besten: Zimmermann, Kühn, Wimmer oder Nutz, Sahin-Radlinger, Pomer