Das Pappelstadion erwacht wieder zum Leben

Seit fast 70 Jahren – seit 1952 – pilgern Fußballfans aus Mattersburg ins Pappelstadion. Sie begleiteten den SV Mattersburg von der Landesliga bis in die Bundesliga. Fans erlebten Freud und Leid, Höhen und Tiefen. Zu den besten Spielen waren mehr als 17.000 Fans im Stadion, zu den letzten Bundesliga-Spielen im Juni 2020 fehlten aufgrund des Coronavirus jedoch die Zuschauer. Aber erst nach dem Commerzialbank-Skandal wurde er ganz still. Der SV Mattersburg stellte den Spielbetrieb ein, das Pappelstadion war über Nacht leer.

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Der MSV 2020 soll ab 2023 im Pappelstadion spielen

Ein Großteil des Inventars wurde versteigert, darunter das VIP-Festzelt, die Gästegalerie und die Stühle. Vom Glanz der Vergangenheit ist nur noch wenig übrig, aber Sie können immer noch den Geist von mehr als 1.000 Fußballspielen spüren. Der Nachfolgeverein des SV Mattersburg, der MSV 2020, wird nächstes Jahr im Pappelstadion trainieren und spielen.

Heute gehört das Stadion der Gemeinde Mattersburg. Mehr als eine Million Euro hat die Gemeinde bisher investiert: in die Rettung der Konkursmasse und in den Wiederaufbau der Infrastruktur.

Eine Mehrzwecknutzung des Stadions ist geplant

Die Polizei mietet derzeit das oberste Stockwerk des Clubhauses. Das Stadion wird bereits anderweitig genutzt, künftig soll es nicht nur für Fußballspiele des MSV 2020 da sein.“ „Grundsätzlich dient ein Fußballstadion natürlich dem Fußball. Aber auch andere Sportarten können in den Nebenanlagen ausgeübt werden. Wir haben auch Anfragen für American Football oder Baseball, keine Übungsgruppen, sondern einzelne Spiele. Aber noch ist keine Entscheidung gefallen. Wir haben bereits eine Anfrage für die kommenden Landesfeuerwehrwettbewerbe und es gibt zum Beispiel auch kulturelle Veranstaltungen“, sagt Magistrat Karl Aufner.

Auch im SVM Café wird der Betrieb wieder aufgenommen

Das ehemalige SVM-Café dient derzeit als Covid-19-Teststation für den gesamten Stadtteil. „Solange die Pandemie andauert, werden wir auch diese Teststation unterhalten. Langfristig ist jedoch geplant, Gastronomie hier wieder möglich zu machen. Wer Betreiber wird, ob der Club selbst oder ein anderer, ist noch nicht entschieden Handelsunternehmen lizenziert“, sagt Aufner. Nach über zwei Jahren Schlaf erwacht das Pappelstadion in Mattersburg allmählich wieder zum Leben.

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