Neuchâtel: Eltern, die ihre Kinder getötet haben

Veröffentlicht am 25. Juli 2022, 19:15 Uhr

Neuchâtel: Eltern, die ihre Kinder getötet haben

Im Kanton Neuenburg ist eine Mutter mit ihren Kindern gestorben. Es ist kein Einzelfall. Immer wieder kommt es vor, dass Eltern ihre Kinder töten.

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Eine Mutter und ihre beiden Kinder starben beim Wandern.

VQH

Laut Polizei sprang die Mutter in den Tod und nahm ihre beiden Kinder mit.

Tamedia/Nicole Philipp

Anfang 2015 erschütterte der Fall Flach: In diesem Haus ertränkte eine Mutter am Neujahrsmorgen ihre beiden Kinder.

20 Minuten

  • Im Kanton Neuenburg ist eine Mutter von einem Felsen gestürzt. Sie brachte ihre beiden kleinen Kinder mit.

  • In den vergangenen zehn Jahren haben Eltern ihre Kinder immer wieder ermordet. Vor rund vier Monaten im Kanton Waadt.

Im Kanton Neuenburg hat sich am Wochenende ein tragischer Fall ereignet: Eine 37-jährige Mutter ist gestorben und hat ihre beiden kleinen Kinder mitgenommen. Wie tötet eine Mutter ihre Kinder? Laut Psychologe Thomas Spielmann sind es biochemische Veränderungen im Gehirn, die zu dieser Aktion führen. Anhaltender Stress, Ausschüttung von Cortisol, evtl. hormonelle Umstellung. „Die Antwort liegt fast mehr in der Biochemie als in der Psychologie“, so Spielmann in einer ersten Einschätzung. „Eine Mutter, die so etwas macht, denkt nicht mehr klar“, sagt er.

Eltern, die ihre Kinder töten. Leider passiert das immer wieder. Einige Veranstaltungen der letzten Jahre:

Juli 2022: Fall Neuchâtel

Eine Mutter (37 Jahre alt) springt vom Felsen und nimmt ihre beiden kleinen Kinder (2 und 4) mit. Das sind die bisherigen Erkenntnisse der Staatsanwaltschaft.

März 2022: Fall Montreux

Der Fall übersteigt die menschliche Vorstellungskraft, sagte ein forensischer Psychiater. Im März 2022 starben in Montreux VD vier Familienmitglieder: der Vater, seine Frau, seine Schwester und seine achtjährige Tochter. Der 15-jährige Sohn überlebte. Als Hintergrund wurde ein Konflikt mit den Behörden über den häuslichen Unterricht vermutet.

Juli 2019: Fall Affoltern am Albis

Eine Computerforensik beendet seine Familie: Der 53-jährige Mann tötet seine Frau und zwei Kinder (7 und 9), dann sich selbst. Der Mann und die ganze Familie fielen nicht besonders auf, weder am Arbeitsplatz noch in der Nachbarschaft. Sie hatten ein harmonisches Bild abgegeben.

Am Neujahrstag erstickt eine Mutter ihre beiden Töchter (2 und 5) im Schlaf. Später nimmt sich die Mutter im Gefängnis das Leben. Die Kinder waren seit einigen Wochen zu Hause, sie hätten nach den Weihnachtsferien zurückkommen sollen. Mutter wollte es vermeiden. Der Fall sorgte für Aufregung, weil auch Kinder- und Erwachsenenschutzbehörden mit der Familie involviert waren.

In Grabs SG tötet ein Vater seine beiden Töchter im Alter von zwei und fünf Jahren, indem er das Auto, in dem sie sich befinden, in Brand steckt. Die Polizei findet das Auto mit den verkohlten Körpern der Kinder und des Vaters einige hundert Meter entfernt. Er stirbt im Krankenhaus an seinen Verbrennungen. Der Mann, der getrennt lebt, holte die Kinder eines Verwandten ohne deren Zustimmung draußen ab und lief mit ihnen durch.

Haben Sie oder jemand, den Sie kennen, Suizidgedanken? Oder haben Sie jemanden durch Selbstmord verloren?

Jüdische Fürsorge, info@vsjf.ch

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