Verbrauchsreduzierung: EU-Staaten einigen sich auf Notfallplan zum Gassparen

Veröffentlicht am 26.07.2022, 03:44 Uhr

Verbrauchsreduzierung: EU-Staaten einigen sich auf Notfallplan zum Gassparen

Kurz vor dem außerordentlichen Treffen der EU-Energieminister kam die Nachricht aus Brüssel, dass eine Einigung zur Senkung des Gasverbrauchs erzielt worden sei.

Die EU-Länder wollen vorbereitet sein, wenn Russland die Gaslieferungen über Nord Stream 1 einstellt. (Dateibild)

AFP/John MacDougall

  • An diesem Dienstag treffen sich die EU-Energieminister.

  • Die Vertreter der EU-Staaten haben sich zuvor auf einen Notfallplan zur Reduzierung des Gasverbrauchs geeinigt.

  • Länder sollen freiwillig ihren Verbrauch um 15 Prozent reduzieren.

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur haben sich Vertreter der EU-Staaten auf einen Notfallplan zur Reduzierung des Gasverbrauchs geeinigt. Sie soll an diesem Dienstag bei einem Sondertreffen der Energieminister in Brüssel offiziell bestätigt werden und die Risiken verringern, die sich aus einer vollständigen Unterbrechung der russischen Gasversorgung ergeben könnten.

Wie Diplomaten der Deutschen Presse-Agentur in der Nacht zum Dienstag bestätigten, sieht der Plan, wie von der EU-Kommission vorgeschlagen, eine freiwillige Reduzierung des Inlandsverbrauchs um 15 Prozent zwischen dem 1. August 2022 und dem 31. März 2023 vor. Hinzu kommt die Möglichkeit, eine Union auszulösen bei großflächigen Lieferengpässen Alarm zu schlagen und verbindliche Einsparziele festzulegen.

Die meisten Länder zeigen Solidarität

Im Vergleich zum ersten Entwurf der Kommission gibt es jedoch viel mehr mögliche Ausnahmen und auch die Hürden für die Einführung verbindlicher Einsparziele wurden erhöht. Letztere sollen nur vom Rat der Mitgliedstaaten und nicht von der EU-Kommission angewendet werden können.

Der Entscheidungsprozess für den überarbeiteten Plan soll voraussichtlich am Dienstag bei einem Sondertreffen der Energieminister beginnen. Dazu bedarf es auch einer qualifizierten Mehrheit, die laut Diplomaten problemlos erreicht werden sollte.

Die Beratungen der Ständigen Vertreter der Mitgliedsstaaten hätten gezeigt, dass die meisten Länder Solidarität für äußerst wichtig halten und Gas sparen wollen, sagte er. Neben Ungarn haben zuletzt nur drei weitere Mitgliedstaaten starke Vorbehalte geäußert.

(DPA/chk)

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