Bula Tinder ist ein Erfolg
“Es gab sogar Paare”
Scout Bula hat auch sein eigenes Tinder: Er dachte an zwei Scouts und eröffnete einen Account auf Instagram. Seitdem werden beide mit Anfragen überschwemmt.
Seit Samstag leben rund 30’000 Pfadfinder zumindest zeitweise im Goms. Auf dem riesigen Campingplatz versuchen einige Entdecker, die Liebe zu finden. Dafür wurde auf Instagram eine eigene Seite eingerichtet.
Hinter dem Kanal stehen die beiden Scouts Snoopy (19) und Achilles (18). „Die Idee kam uns während eines Skitages. Wir fanden es trotzdem toll, Scouts miteinander zu paaren», sagt Achilles im Gespräch mit Blick.
Praktisch unmöglich zu überprüfen
Der Erfolg ist sichtbar. Innerhalb weniger Tage hatte die Seite über 100 Scouting-Profile auf Instagram. Rund 3.000 Menschen haben Bula Tinder abonniert. “Das Projekt und die Beratungen sind explodiert. Wir können nicht mithalten, wir wurden förmlich überschwemmt“, sagt Achilles.
Wenn Sie Ihr Profil aktivieren möchten, müssen Sie eine direkte Nachricht an die Instagram-Seite mit Ihrem vollständigen Namen, Alter, Hobbys und Scouting-Abteilung senden. Außerdem muss jeder ein persönliches Foto einreichen. Die Betreiber posten das Foto dann zusammen mit den Informationen auf Instagram.
Da inzwischen eine große Zahl von Personen Meldung erstattet, ist eine Kontrolle praktisch unmöglich. „Wir vermuten, dass sich Leute melden, die nicht bei den Scouts sind“, sagt Achilles. Die überwiegende Mehrheit der Männer würde „ungefähr 90 Prozent“ angeben. Allerdings versuchen die Betreiber, die Seiten so zu planen, dass das Geschlechterverhältnis in etwa ausgeglichen ist. “Einige Texte waren auch sexistisch, was später neu formuliert werden musste”.
Sich aus dem Zelt zu schleichen gehört dazu
Die ersten Erfolge ließen nicht lange auf sich warten. „Einige der Paare chatten intensiv miteinander und es haben sich sogar die ersten Pärchen gebildet“, sagt Snoopy. Die Plattform war nicht nur zum Dating da. So können beispielsweise auch Partner für Gesellschaftsspiele gesucht werden.
Ältere Pfadfinder in Zelten zu versammeln, ist „normalerweise ziemlich kritisch“, sagt Achilles. Aber: „Die meisten gehen raus und finden sich woanders wieder. Denn das gehört zum Forscherdasein einfach dazu.“