Auf der Documenta tauchten weitere antisemitische Bilder auf. Im Fridericianum, das als „Archiv des Frauenkampfes in Algerien“ bezeichnet wird, fand ein Besucher ein Faksimile einer algerischen Broschüre von 1988, „La Présence des femmes“, die Sonderausgabe zu Palästina (wo die erste Intifada begann). ), wie vom Center for Research and Information on Antisemitism berichtet.
Die Bilder des syrischen Künstlers Burhan Karkoutly zeigen wilde Robotersoldaten mit Davidsternen auf ihren Helmen, die scheinbar unschuldige palästinensische Kinder bedrohen. Ein Bild zeigt eine Frau, die einem hakennasigen Soldaten mit einem Davidstern auf seinem Helm in die Leistengegend tritt.
Das Merkblatt wurde zunächst auf Wunsch des Forschers zurückgezogen; aber eine Woche später kehrte er ins Fridericianum zurück. Henriette Sölter, Pressechefin der documenta, sagt, die Bilder seien „unter kriminellen und ikonografischen Gesichtspunkten“ untersucht worden. Und er fand sie nicht antisemitisch.
Laut einer Stellungnahme der Documenta wurde das Material aus dem historischen Archiv vor etwa drei Wochen aus der Ausstellung entfernt, um sie zu vertiefen. „Den Recherchen zufolge“ gebe es „einen klaren Bezug zum israelisch-palästinensischen Konflikt, aber keine Repräsentation von Juden“ als solchen.“ Weiter heißt es: „Obwohl der Davidstern ein eindeutig jüdisches Symbol ist, kennzeichnet er das Militär Israeli als Teil der Staatsflagge.“ Die Arbeit wurde nicht als strafrechtlich relevant eingestuft. Nach Sichtung wurde das Material der Ausstellung zurückgegeben. Die Stadt Kassel, deren Oberbürgermeister Christian Geselle (SPD) Präsident der Documenta-Aufsicht ist Vorstand, verwies auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur auf die Leitung der Show.
Reihe von Bildern
Mehr Antisemitismus: Antisemitische Bilder auf der Documenta
Das Zentrum für Antisemitismusforschung und Information Hessen (RIAS Hessen) stuft die Darstellungen als eindeutig antisemitisch ein. Die Zeichnungen, sagte Susanne Urban, Leiterin des Projekts, zeigen manchmal antisemitische Stereotypen und das Land Palästina mit Klassifizierungen, die die Legitimität des Staates Israel leugnen.
Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, sagte der “Bild”-Zeitung, das Versagen der Verantwortlichen gehe weiter. „Diese Hassbilder zeigen, dass die neue Führung der Documenta noch nicht die notwendigen strukturellen und inhaltlichen Konsequenzen aus dem vorangegangenen Skandal gezogen hat.“ Klein fordert, dass alle Exponate gesichtet und auf antisemitische Inhalte überprüft werden.
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