Sanierung des Gebäudes Was wird zukünftig finanziert

Häufig gestellte Fragen

Stand: 28.07.2022 04:11 Uhr

Alte Türen, undichte Fenster, Gasheizungen – all das führt zu hohen Energiekosten. Für die staatliche Förderung von Gebäudesanierungen gelten künftig neue Regeln. Was sollten Besitzer beachten?

Von Jan Zimmermann, ARD-Hauptstadtstudio

Die Bundesregierung will Eigenheimbesitzer ermutigen, „Energiefresser“ wie alte Fenster oder Heizungen auszutauschen, um durch Energieeinsparung mehr fürs Klima zu tun. Deshalb zahlt der Staat Subventionen für die Reform des Gebäudes. Doch knappe Haushalte zwingen den Bund zum Sparen; daher werden die Fördersätze der einzelnen Maßnahmen gekürzt.

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Was wird in Zukunft gefördert?

Die Bundesregierung fördert einzelne Maßnahmen, zum Beispiel den Austausch einer alten Gasheizung durch eine Wärmepumpe. Auch bei einer Komplettsanierung, also großen Umbauten, gibt es finanzielle Unterstützung. I: Wer ein neues Haus baut, das Energie spart, bekommt auch Geld vom Staat.

In Zukunft wird der Fokus jedoch auf der Sanierung der Gebäude liegen. Dafür sind zwischen 12 und 13.000 Millionen Euro geplant. Lediglich zwischen einer und zwei Milliarden Euro fließen in die Neubauförderung. Das müssen besonders energieeffiziente Häuser sein.

Wie hoch sind die Zuschüsse?

Wie viel Geld zufließt, hängt von einzelnen Renovierungsprojekten ab. Bei Komplettsanierungen beispielsweise hängt die Höhe der Förderung von der erreichten Effizienz der Häuser ab. Das Land stellt maximal 67.500 Euro zur Verfügung. Allerdings sind alle Fördersätze etwas niedriger als bisher: Sie werden je nach Maßnahme zwischen fünf und zehn Prozent gesenkt. Der Grund: Trotz knapper Budgets sollen möglichst viele Menschen finanziell unterstützt werden.

Es bleibt also etwas weniger für jeden Einzelnen, damit am Ende mehr von der Bauförderung profitieren können, erklärt das Bundeswirtschaftsministerium. Ein Beispiel: Austausch alter Fenster. Früher betrug die Art der Förderung bis zu 25 Prozent der Ausgaben, die maximale Höhe der Förderung: rund 15.000 Euro. Nach der neuen Regelung beträgt der Fördersatz nur noch bis zu 20 Prozent oder maximal 12.000 Euro.

Wann startet das neue Förderprogramm?

Die Neubauförderung startet heute mit einem ersten Teil, nämlich den neuen Förderbedingungen zur Komplettsanierung. Anträge können bei der staatlichen Förderbank KfW gestellt werden.

Für einzelne Maßnahmen wie Fensterwechsel gelten die neuen Regeln ab Mitte August. Dafür ist aber das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle zuständig. Für Neubauten gilt bis Ende des Jahres das bisherige Förderprogramm. Erst 2023 wird die Neubauförderung neu gestaltet. Der Bund ist viel stärker als früher auf zinsgünstige Kredite angewiesen.

Neubauförderung: Wer bekommt wie viel Geld für was?

Jan Zimmermann, ARD Berlin, 27. Juli 2022 13:15

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