Coronavirus
Nach Ende der Quarantäne ist nun unklar, wie es mit der Kontaktverfolgung weitergeht. In Wien wird es vorerst in modifizierter Form weitergeführt. Dafür werden keine neuen Mitarbeiter eingestellt. Laut Ministerium ist derzeit keine Kontinuität absehbar.
28.07.2022 05.02
Online seit heute, 5.02 Uhr
Erst Anfang Juli hatte die Stadt angekündigt, das Contact Tracing ausweiten zu wollen. Rund 120 neue Mitarbeiter wurden gesucht; Mehr Informationen in der Stadt erhöhen das Contact Tracing. Die Stadt reagierte auf den Anstieg der Infektionszahlen.
Wie und ob die Kontaktverfolgung fortgesetzt wird, ist nun offen. „Es wurde eigentlich gesagt, dass das Contact-Tracing bestehen bleiben soll. Wie das jetzt funktioniert, kann ich nicht beantworten“, sagte Rathaus-Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) gegenüber „Wien heute“.
“Das können wir nächste Woche sagen”
Derzeit ist beabsichtigt, die bestehenden 180 Kontaktnachverfolgungsmitarbeiter zu behalten. Vorerst werden sie anstelle der Kontaktverfolgung für Informationsgespräche mit positiv getesteten Personen verwendet.
Das weitere Vorgehen bezüglich der Kontaktnachverfolgung hänge laut Hacker von den Vorgaben des Gesundheitsministers ab. Nicht zuletzt, weil sich der Bund an den Kosten für die Nachverfolgung der Infektionsketten beteiligte. „Dann können wir nächste Woche sagen, wir haben auch die noch ausstehenden Dekrete. (…) Und dann bestimmt auch der rechtliche Rahmen, was gemacht wird“, sagt Hacker.
Das Ministerium lehnt ab
Doch das Gesundheitsministerium weigert sich. „Eine Fortsetzung des Contact Tracing ist derzeit nicht geplant“, sagte ein Sprecher von Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) dem ORF Wien. Der neue Verordnungsentwurf zum Ende der Quarantäne nennt nur noch Infizierte und keine Kontakte mehr.