Wechsel an der CS-Spitze: Was ist mit der Credit Suisse?

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Autoren: Daniel Loosli und Sina Freiermuth

Die Credit Suisse taumelt. Auch die heute vorgelegten Halbjahreszahlen zeigen keine Stabilisierung. Andererseits Es folgte ein weiterer Milliardenverlust. Seit Jahren scheint es für die Bank nur eine Richtung zu geben: nach unten. Und doch gibt es noch Raum für Verbesserungen.

Der Aktienkurs von CS kennt nur eine Richtung

Ein Bild, auf das Investoren der Credit Suisse nur ungern schauen: der Aktienkurs der Grossbank. Es steht symbolisch für den Abstieg der CS. Jetzt sind es knapp über 5 Franken. Für einen «foifliber» können Sie bei der zweitgrössten Bank der Schweiz ein Wertpapier kaufen. Fast 92 Prozent weniger als der Höchststand von 2007.

Bildunterschrift: Der Rückgang der CS-Aktie. SECHS

Auch unter der Führung des heute zurückgetretenen Vorstandsvorsitzenden Thomas Gottstein hat sich der Aktienkurs nicht erholt. Als Gottstein übernahm, waren es noch über 13 Franken.

Niemand kann zufrieden sein, wo wir mit dem Aktienkurs stehen.

Darüber kann sich niemand freuen, so Vorstandsvorsitzender Axel Lehmann. Und nun legte die Bank erneut ein schlechtes Quartalsergebnis vor. Allerdings stieg die Aktie gegenüber dem Vortag um mehr als zwei Prozent. Das Aufwärtspotenzial könnte auf geplante Kostensenkungen und die angekündigten Ergebnisse der Strategieüberprüfung zurückzuführen sein. Aufgrund dieser positiven Kursreaktion blickt der Präsident vorsichtig optimistisch in die weitere Richtung: „Das gibt mir Zuversicht und Hoffnung.“

Sinkt der Aktienkurs weiter, riskiert die CS laut Wirtschaftsprofessor Heinz Zimmermann den Ausstieg aus dem Swiss Market Index (SMI). Mit unangenehmen Folgen für die Grossbank: «Denn dann werden weniger Analysten der CS folgen. Dann würde die Preisentwicklung noch mehr leiden.”

Welche Unternehmen im SMI vertreten sind, hängt von mehreren Kriterien ab. Unter anderem Handelsvolumen und Marktkapitalisierung. Letztere liegt aktuell bei rund 14 Milliarden Franken in CS. Damit belegt es den 19. Platz unter den SMI-Unternehmen. Hinter dem CS verbirgt sich einzig der Hersteller von Computerzubehör Logitech. Das Risiko, dass die Bank tatsächlich aus dem SMI fällt, schätzt der Experte jedoch als relativ gering ein.

Viele, aber nicht alle, sind CS schlecht

In CS lief es schon lange nicht mehr gut. In der jüngeren Vergangenheit wurde die Bank immer wieder von Insolvenzen und Skandalen erschüttert. Die Folge sind neben Reputationsverlusten meist milliardenschwere Rechtsstreitigkeiten. Laut NZZ musste die Credit Suisse allein seit 2014 mehr als 6 Milliarden Dollar an Bussen bezahlen.

Bisher hat es trotz einer Reihe von Wechseln an der Spitze niemand geschafft, das Ruder herumzureißen. Allerdings gibt es auch positive Aspekte. So liegt die Kernkapitalquote der Bank mit 13,5 % immer noch deutlich über den für systemrelevante Banken in der Schweiz geforderten 10 %. Damit liegt er leicht unter UBS. „Aber in einem nicht besorgniserregenden Bereich“, sagt Zimmermann. Dieses Verhältnis konnte die Bank halten, weil sie im vergangenen Jahr die Risiken deutlich begrenzt hatte.

Der Wirtschaftsprofessor rät der Bank, sich auf das Schweizer Geschäft zu konzentrieren, damit sich die Bank erholen kann. „Und bei Bedarf durch internationales Asset Management ergänzen. Das sind die wirklich profitablen Bereiche der Bank.”

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