15 gebrochene Schafe bei Scharnitz in Tirol, doch ist unklar, ob die Tränen an zuvor unauffälligen Bären im Landkreis Garmisch-Partenkirchen lagen. DNA-Proben könnten zeigen, welches Tier die Schafe getötet hat.
Das Land Tirol teilte am Freitag mit, dass der Amtstierarzt nach den Rissen Proben entnehme, die zur genetischen Untersuchung geschickt würden. Proben von Bärenmaterial aus dem Kreis Garmisch-Partenkirchen seien sichergestellt worden und würden nun untersucht, sagte ein Sprecher des Landesamtes für Umwelt (LfU) am Montag auf Anfrage.
Die Auswertung dürfte Wochen dauern. Die Daten sollten auch mit österreichischen und italienischen Behörden abgeglichen werden, um mögliche Verwandtschaftsverhältnisse mit den dortigen Bären zu klären, sagte er. Die nächste große Population von Braunbären lebt etwa 120 Kilometer von Bayern entfernt im italienischen Trentino.
Der Bär wurde am 30. April und 2. Mai von mehreren Wildkameras im Landkreis Garmisch-Partenkirchen fotografiert. Seitdem fehlt von dem Tier jede Spur. Niemand hat ihn jemals persönlich gesehen, und bisher wurden keine Kadaver gemeldet. Der Bär benimmt sich, wie man will: Anfang Mai hieß es, er vermeide alles, was mit Zivilisation zu tun hat.
Die toten Schafe in Tirol wurden am vergangenen Donnerstag entdeckt. Aufgrund des Rissmusters gingen die örtlichen Behörden davon aus, dass es sich um einen Bären handelte. Auch Wildkameras in Scharnitz zeigten vergangene Woche einen Bären, teilte das Land Tirol mit. Laut österreichischen Medien brachten die betroffenen Bauern ihre Tiere nach einer kurzen Almsaison zurück ins Tal.
Immer wieder ziehen die Bären nach Österreich, unweit der bayerischen Grenze. Ein Bär wurde zuletzt 2020 auf bayerischem Boden gesichtet, blieb aber unauffällig.
Der Braunbär Bruno machte 2016 Schlagzeilen, als er durch furchtlose Dörfer marschierte, Bienenstöcke plünderte, Hühner aß und Schafe tötete. Er wurde nach erfolglosen Versuchen, ihn zu fangen, wie ein unruhiger Bär abgeschossen und betrat das Museum in Flaschen.