Staatsverschuldung: Göring-Eckardt fordert CO2-gebundene Vermögenssteuer

Deutschlands Staatsverschuldung

Göring-Eckardt fordert eine an CO2 gekoppelte Vermögensteuer

Stand: 07:55 | Lesezeit: 2 Minuten

Die Grünen-Politikerin Katrin Göring-Eckardt will von den Reichen mehr Geld verlangen

Quelle: dpa-infocom GmbH

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Der Vizepräsident des Bundestages fordert einen neuen „Justizvertrag“. Es ist inakzeptabel, dass die Reichen mit einer großen Wohnung, zwei Autos oder permanenten Flugreisen ein „mageres Bein“ verdienen, während der Staat Schulden anhäuft.

Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt hat sich angesichts der aktuellen Krisen für eine befristete Vermögenssteuer und die Abschaffung der Schuldenbremse ausgesprochen. „Wir haben eine Ausnahmesituation, nicht wegen einer, sondern wegen mehrerer Krisen“, sagte der Grünen-Politiker dem Nachrichtenportal t-online. „Deshalb müssen wir auch über die Schuldenbremse reden. Angesichts der Situation ist das nicht tragbar“, sagte er und verwies auf das im Grundgesetz verankerte Verschuldungsverbot. Finanzminister Christian Lindner (FDP) pocht darauf, die Schuldenbremse auch im nächsten Jahr einzuhalten.

Göring-Eckardt sagte, es könne nicht sein, dass der Staat Schulden mache, während die Reichen damit durchkämen. Wer also besonders viel klimaschädliches CO2 verursache, solle künftig stärker besteuert werden, etwa mit einer großen Wohnung, zwei Autos oder dauerhaften Flugreisen, forderte er. “Denkbar wäre auch eine temporäre Vermögenssteuer. Wir brauchen einen neuen Justizvertrag.” Künftig werde soziale Gerechtigkeit nicht mehr von Klimagerechtigkeit getrennt, sagte Göring-Eckardt.

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Deutschland werde sich auf deutlich mehr Einsparungen einstellen müssen, warnte er laut t-online. „Unternehmen müssen prüfen, ob sie Heizung und Klimaanlage in Büros und Werkstätten abstellen können. Gleiches gilt für öffentliche Gebäude, Golfclubs oder Spaßbäder“, sagte Göring-Eckardt. Die durch Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine notwendigen Einschränkungen seien nur der Anfang. „Die Klimakrise wird uns noch viel mehr Einschränkungen abverlangen“, sagte er .

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