Die WHO warnt: Das nächste Virus kursiert, schon die ersten Toten

Die WHO schlägt erneut Alarm! Diesmal ist es das sogenannte Marburg-Virus, das in Afrika bereits für erste Todesopfer gesorgt hat.

Der Marburg-Virus-Ausbruch in Ghana ist noch nicht gestoppt. Am Mittwoch bestätigte der stellvertretende Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Ibrahima Socé Fall, neue Fälle des Erregers in dem westafrikanischen Land. „Wir haben zwei weitere Fälle“, sagte der Gesundheitsexperte gegenüber Reportern.

Erste Infektionen vor vier Wochen

Die ersten Infektionen mit dem hochansteckenden Verwandten von Ebola, der auch hämorrhagisches Fieber auslöst, wurden erst vor rund vier Wochen in Ghana gemeldet. Beide infizierten Männer sind inzwischen gestorben.

Der aktuelle Ausbruch ist erst der zweite in Westafrika. Der erste Fall in der Region wurde 2021 in Guinea entdeckt. Damals gelang es den guineischen Gesundheitsbehörden und der WHO, den Ausbruch innerhalb von 42 Tagen einzudämmen. Die WHO teilte damals mit, dass dies mit Hilfe von Sofortmaßnahmen „sofort eingeleitet“ geschehen sei.

„Ohne sofortiges und entschlossenes Handeln können hochansteckende Krankheiten wie Marburg leicht außer Kontrolle geraten. Heute können wir auf die wachsende Erfahrung bei der Bekämpfung von Krankheitsausbrüchen in Guinea und der Region verweisen, die Leben gerettet und die Ausbreitung der Marburg eingedämmt und verhindert haben Virus”, sagte Matshidiso Moeti, WHO-Regionaldirektor für Afrika, damals. Das Marburg-Virus gilt als der teuflischste Erreger der Welt.

Ob der aktuelle Ausbruch so schnell eingedämmt werden kann, bleibt abzuwarten. Laut der Nachrichtenagentur Reuters sagte Soce Fall, dass rund 180 Kontakte auf der Grundlage von Informationen aus Ghana zurückverfolgt wurden und die WHO-Teams dafür sorgten, dass niemand übersehen wurde. Die Tatsache, dass die Fälle aus drei verschiedenen Regionen Ghanas gemeldet wurden, stellt eine „sehr schwierige“ Situation dar. “Obwohl die Fallzahlen derzeit nicht sehr hoch sind, müssen wir dafür sorgen, dass alle Zugangspunkte gestoppt werden können, sonst wird die Situation noch schlimmer und komplexer.”

Das Virus wird laut WHO von Fledermäusen auf den Menschen übertragen und durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten, Oberflächen und Materialien verbreitet. Gegen den Erreger gibt es derzeit weder ein Medikament noch eine Impfung.

Daraus hat das Marburg-Virus seinen Namen bekommen:

Das Virus wurde erstmals 1967 in Marburg, Deutschland, identifiziert. Plötzlich wurden immer mehr Menschen mit Symptomen, die zunächst der Sommergrippe ähnelten, ins Krankenhaus eingeliefert. Doch dann wurden die Anzeichen der Krankheit immer verschwommener und die Ärzte erkannten, dass sie einem gefährlichen und bisher unbekannten Feind gegenüberstanden. Vor allem mit jemandem, der eine lange Reise hinter sich hat. „Dass ein Virus aus Afrika nach Deutschland eingeschleppt wurde und dann hier Todesopfer forderte, war neu“, sagt Stephan Becker, Virologe an der Universität Marburg. Affen, die für Experimente aus Uganda importiert wurden, trugen es mit sich, und vor allem die Labormitarbeiter infizierten sich.

Das Ganze hatte aber auch etwas Gutes: „Der Ausbruch war die Initialzündung für das Verständnis solch hochpathogener Viren“, sagt Becker. „Das Problem bei diesen Infektionen ist, dass das menschliche Immunsystem nicht darauf vorbereitet ist. Es reagiert falsch.“ Es kann diese Viren nicht interpretieren. „Das führt dazu, dass das Immunsystem überreagiert. Man nennt es einen Zytokinsturm; das ist der Grund, warum Menschen daran sterben.“

Konto durchsuchen 20 Minuten, Uhrzeit TK29.07.2022, 20:23| Veranstaltung: 29.07.2022, 20:26

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